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„Wir haben sie nicht einmal gesehen,“ Russland bestreitet Einigung über US-Sicherheitsgarantien

Sergey Lavrov
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Diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine stoßen weiterhin auf Hindernisse.

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Erklärungen aus Moskau und Kyjiw zeigen deutliche Unterschiede darüber, was hinter den Kulissen vereinbart worden sein soll.

Der jüngste Streitpunkt betrifft mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine und die Frage, ob Russland diese akzeptiert hat.

Moskau weist Behauptung zurück

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, Moskau habe weder westliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine gesehen noch ihnen zugestimmt.

„Wir gehen davon aus, dass wir diese Garantien nicht nur nicht gebilligt haben, sondern sie nicht einmal gesehen haben“, sagte Lawrow laut der russischen staatlichen Nachrichtenagentur TASS, zitiert vom Kyiv Independent.

Seine Äußerungen widersprechen einer früheren Aussage eines hochrangigen ukrainischen Beamten.

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Kyrylo Budanow, Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, sagte am 28. Februar, Russland habe signalisiert, Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu akzeptieren, die von den Vereinigten Staaten unterstützt werden.

„In früheren Verhandlungen erklärte die russische Seite direkt, dass sie die von den USA angebotenen Sicherheitsgarantien für die Ukraine akzeptieren würde“, sagte Budanow.

Gespräche ohne Moskau

Budanow fügte hinzu, dass Moskau verstehe, dass es solche Garantien letztlich möglicherweise „akzeptieren muss“.

Seine Aussagen kamen kurz nachdem Vertreter der USA und der Ukraine am 26. Februar in Genf zusammengekommen waren. Das Treffen war Teil laufender diplomatischer Bemühungen, ein Friedensabkommen mit Russland zu erreichen.

Russland nahm an diesen Gesprächen nicht teil. Berichten zufolge sprachen die Delegationen über den Wiederaufbaubedarf der Ukraine nach dem Krieg und über Vorbereitungen für eine künftige Verhandlungsrunde, an der auch Moskau teilnehmen würde.

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Debatte über Sicherheit

Kyjiw hat wiederholt betont, dass ein Friedensabkommen starke und verbindliche Sicherheitsgarantien von seinen Verbündeten enthalten müsse, insbesondere von den Vereinigten Staaten.

Ukrainische Vertreter sagen, solche Verpflichtungen seien entscheidend, um eine weitere russische Invasion in Zukunft zu verhindern.

Welche konkrete Form diese Garantien annehmen könnten, ist jedoch weiterhin unklar, berichtete der Kyiv Independent.

Forderungen Moskaus

Russland hat mehrere Vorschläge zur Sicherheit der Ukraine bereits zurückgewiesen.

Dazu gehören ein NATO-Beitritt der Ukraine oder die Stationierung europäischer Friedenstruppen auf ukrainischem Gebiet. Kyjiw und seine Verbündeten sehen beides als wichtige Abschreckung gegen künftige Angriffe.

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Gleichzeitig hat Moskau darauf bestanden, dass jede Einigung auch Sicherheitsgarantien für Russland selbst enthalten müsse.

Quellen: Kyiv Independent, TASS, Digi24