Jahrelange Diäten hatten nur wenig nachhaltigen Erfolg gebracht. 2024 begann sie, ihre bereits etablierte Trainingsroutine mit einer strukturierteren Ernährungsweise zu kombinieren.
Im September 2024 versuchte Claire Ronayne, eine 47-jährige persönliche Assistentin aus dem Süden von Hertfordshire, bereits seit Jahren abzunehmen. Sie trainierte regelmäßig und fühlte sich fitter, doch auf der Waage tat sich kaum etwas.
Dann erzählte ihr eine Freundin von dem Personal Trainer und Ernährungsberater Charlie Flax, wie The Telegraph berichtet. Ronayne nahm Kontakt zu ihm auf und hoffte auf einen Ansatz, der sich mit ihrem bisherigen Lebensstil vereinbaren ließ.
Das bedeutete, dass Rotwein, Steak und Restaurantbesuche mit Freunden weiterhin möglich waren.
Warum sich der neue Plan anders anfühlte
Ronayne sagte der Zeitung, dass sie zuvor unter anderem Keto, Slimming World und WeightWatchers ausprobiert habe. Häufig hielt sie sich einige Wochen lang an strenge Regeln, bevor sie wieder zum Trostessen zurückkehrte.
Flax legte für Ronayne individuell abgestimmte Ziele für Eiweiß, Kohlenhydrate und gesunde Fette fest, wobei die Mengen auf Mahlzeiten und Snacks verteilt wurden.
Käse, Olivenöl und Butter blieben Teil des Plans, obwohl Ronayne solche Lebensmittel früher als etwas angesehen hatte, das sie beim Abnehmen vermeiden sollte.
Ronayne trainierte zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Jahren regelmäßig. Während der Pandemie begann sie mit Krafttraining, als sie sich zwei Cousins beim Training in einem Outdoor-Fitnessstudio anschloss.
Nachdem die Fitnessstudios 2021 wieder geöffnet hatten, machte sie weiter und ergänzte ihre Routine um Gewichtstraining, Spaziergänge und hochintensive Kurse. Sie wurde fitter und stärker, doch ihr Gewicht veränderte sich kaum.
Vom Abnehmen zur körperlichen Stärke
Ronayne sagte gegenüber The Telegraph, dass Bequemlichkeit ihre früheren Essgewohnheiten in der Familie stark geprägt habe, insbesondere als ihre Kinder noch jünger waren. Schnelle Mahlzeiten, größere Portionen, Essen zum Mitnehmen und regelmäßige Leckereien wurden nach und nach Teil des Alltags.
Die Lockdowns verstärkten diese Gewohnheiten. Damals, so sagte sie, habe sie Diäten vor allem mit Einschränkungen verbunden, statt darüber nachzudenken, wie Eiweiß, Ballaststoffe und ihre Lebensmittelauswahl insgesamt ihre körperliche Aktivität unterstützen könnten.
Innerhalb von etwa einem Jahr nach Beginn des neuen Programms hatte Ronayne rund 12,5 kg abgenommen und war von Kleidergröße 14 auf Größe 10 gekommen.
Außerdem begann sie, sich konkrete Fitnessziele zu setzen. Sie absolvierte einen 10-Kilometer-Lauf in weniger als einer Stunde und schaffte ihren ersten Klimmzug – Erfolge, die sie früher für unerreichbar gehalten hatte.
Auch ihr Ehemann Rich ist aktiver geworden, und Spaziergänge sowie Laufen gehören inzwischen zu den Aktivitäten, die sie regelmäßig gemeinsam unternehmen.
Ronayne achtet heute weniger auf die Zahl auf der Waage und stärker darauf, was sie körperlich leisten kann. Stärker zu werden, aktiv zu bleiben und eine im Alltag gut umsetzbare Routine beizubehalten, ist für sie inzwischen wichtiger, als eine bestimmte Kleidergröße zu erreichen.
Quellen: The Telegraph