Ein tragischer Vorfall im US-Bundesstaat Michigan hat eine Gemeinde erschüttert, nachdem ein kleines Kind in einer von den Behörden als fahrlässig beschriebenen Situation ums Leben kam. Die bislang bekannt gewordenen Details zeichnen ein zutiefst erschütterndes Bild.
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Die Polizei erklärte, dass sich die Ereignisse innerhalb weniger Sekunden abspielten.
Tödlicher Moment
Laut Law & Crime wurde ein 33-jähriger Mann, Daniel Richard Bryant, angeklagt, nachdem er angeblich ein dreijähriges Mädchen mit seinem Pickup erfasst und tödlich verletzt hatte.
Die Behörden teilten mit, Bryant, der als eine Art „Vaterfigur“ und Verlobter der Mutter des Kindes beschrieben wird, habe zum Zeitpunkt des Vorfalls auf das Mädchen aufgepasst.
Rettungskräfte trafen am 3. April am Ort des Geschehens ein, doch das Kind, identifiziert als Estella Johnson, wurde aufgrund schwerer Verletzungen für tot erklärt.
Was geschah
Ermittler zufolge erklärte Bryant den Beamten, das Kind sei „einfach die Straße entlang gerannt“ und habe sich neben seinem Fahrzeug in einem Wohnmobilpark bewegt.
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Er habe angegeben, langsam gefahren zu sein, als er ein anderes Kind rufen hörte, er solle anhalten, und erst dann bemerkt habe, dass sich Estella unter dem Fahrzeug befand.
Berichten zufolge sagte Bryant auch, das Mädchen sei plötzlich „unter den Truck gelaufen“.
Anzeichen von Fahrlässigkeit
Die Polizei erklärte, Hinweise am Tatort deuteten auf mehr als nur einen Unfall bei niedriger Geschwindigkeit hin.
Ermittler stellten mögliche Beschleunigungsspuren auf der Straße fest, was Fragen zur Fahrweise aufwarf.
Zudem könnte Alkohol eine Rolle gespielt haben: Bryant gab an, täglich viel zu trinken, und Beamte nahmen Alkoholgeruch wahr.
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Zeugen berichten
Nachbarn schilderten verzweifelte Versuche, das Kind zu retten.
„Ich habe Herzdruckmassagen bei ihr durchgeführt, aber als Polizei oder Sanitäter eintrafen, war sie bereits tot“, sagte ein Zeuge.
Eine andere Nachbarin berichtete, sie habe die Mutter des Mädchens angerufen und gesagt: „Alyssa, du musst sofort nach Hause kommen. Deine Tochter wurde gerade überfahren“, und fügte hinzu, sie habe „einfach nur geweint“, als sie ankam.
Anklage erhoben
Gegen Bryant wurden Anklagen wegen fahrlässigen Fahrens mit Todesfolge und Kindesmisshandlung zweiten Grades erhoben; weitere Anklagen sind möglich.
Er befindet sich weiterhin in Haft, gegen eine Kaution in Höhe von 500.000 US-Dollar, und soll am 15. April erneut vor Gericht erscheinen.
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Personen, die Estella kannten, beschrieben sie als „neugierig, intelligent, kontaktfreudig und temperamentvoll“, ein Kind, das „es liebte, zu spielen, zu entdecken und ganz in seine Fantasiewelt einzutauchen“.
Quellen: Law & Crime, MLive, WZZM, WOOD-TV