Neue Berichte und kursierendes Bildmaterial schüren Bedenken darüber, wie Disziplin innerhalb russischer Militäreinheiten durchgesetzt wird. Das Material, das online weit verbreitet ist, deutet angesichts des anhaltenden Drucks auf dem Schlachtfeld auf ein Muster interner Misshandlungen hin.
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Die von der Daily Mail berichteten und von United24Media zitierten Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Russland im Krieg gegen die Ukraine weiterhin unter Belastungen bei Personal und Logistik leidet.
Laut Daily Mail scheinen auf Telegram veröffentlichte Videos russische Soldaten zu zeigen, die von ihren eigenen Kommandeuren Gewalt und entwürdigender Behandlung ausgesetzt sind.
Das Medium berichtete, dass einige Soldaten geschlagen, von Nahrung ausgeschlossen oder extremen Bedingungen ausgesetzt wurden, nachdem sie Befehle verweigert oder versucht hatten, sich zurückzuziehen.
Brutale Methoden behauptet
Der Bericht beschreibt Aufnahmen, in denen verletzte Soldaten angeblich trotz sichtbarer Wunden zurück in den Kampf geschickt wurden, während andere Videos Engpässe bei grundlegenden Versorgungsmitteln an Frontpositionen dokumentierten.
Einige Aufnahmen wurden von anonymen Quellen bestimmten Einheiten zugeordnet, darunter die 132. Brigade sowie Verbände innerhalb der 20. und 25. Armee Russlands.
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In einem vom Medium geschilderten Fall wurde ein Soldat Berichten zufolge gefesselt und mit Nahrung verhöhnt, während andere Clips Bestrafungen zeigten, die der Demütigung dienten.
„Die 132. Brigade ist eine ernstzunehmende Truppe. Sie sind völlig außer Kontrolle. So gehen sie mit Soldaten um, die medizinisch behandelt werden. Es ist nichts als Demütigung, Schläge und Missbrauch“, schrieb ein anonymer Soldat laut Daily Mail.
Systemische Bedenken geäußert
Der Militärexperte Keir Giles erklärte gegenüber der Daily Mail, solche Vorfälle deuteten auf tiefere strukturelle Probleme hin und argumentierte, dass Missbrauch und Korruption seit Langem in den russischen Streitkräften verankert seien.
Die Veröffentlichung brachte die mutmaßliche Behandlung von Soldaten mit umfassenderen Herausforderungen in Verbindung, darunter hohe Verluste und Schwierigkeiten bei der Auffüllung von Personal.
Zudem wurde berichtet, dass Beschwerden von Soldaten über Misshandlungen häufig ignoriert würden und einige, die sich äußern, mit Vergeltungsmaßnahmen rechnen müssten.
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Weiterer Kriegskontext
Die Vorwürfe kommen zusammen mit bereits dokumentierten Anschuldigungen über Misshandlungen im Zusammenhang mit Russlands Invasion in der Ukraine.
United24Media berichtete, dass ukrainische Staatsanwälte drei russische Soldaten im Zusammenhang mit der Tötung eines Zivilisten in Hostomel im März 2022 identifiziert haben.
Ermittler erklärten, das Opfer sei unbewaffnet gewesen und habe nicht an Kampfhandlungen teilgenommen, als es erschossen wurde. Der Fall werde im Rahmen von Kriegsverbrechensbestimmungen verfolgt.
Quellen: United24Media, Daily Mail