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Ermittlungen zu gefälschten Drohnensicherheitshandbüchern wegen des Verdachts auf russische Desinformation

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Das Handbuch begann zu zirkulieren, nachdem drei UAVs in einem NATO-Land an der Grenze zu Russland abgestürzt waren.

Die Behörden in Finnland untersuchen die Verbreitung gefälschter Sicherheitsanweisungen, die nach einem kürzlichen Drohnenvorfall aufgetaucht sind.

Laut dem finnischen Sender Yle sagt die finnische Polizei, dass die Dokumente fälschlicherweise Ratschläge zum Verhalten bei einem Drohnenangriff gaben, einschließlich Schritten zum Schutz und Maßnahmen nach dem Vorfall.

Das Material wirkte auf den ersten Blick glaubwürdig, da es den offiziellen Namen und das Logo des finnischen Rettungsdienstes verwendete.

Bedenken wegen Desinformation

Jukka Savolainen vom Europäischen Kompetenzzentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen sagte gegenüber Yle, dass der Ursprung des Handbuchs wahrscheinlich russisch sei.

Er wies auf Ähnlichkeiten mit früheren Desinformationskampagnen hin, die reale Ereignisse ausnutzen.

Der Zeitpunkt stimmt mit einem Vorfall vom 29. März überein, bei dem drei Drohnen in den finnischen Luftraum eindrangen und abstürzten. Zwei landeten in der Nähe von Kouvola, nahe der russischen Grenze.

Separate Erkenntnisse deuten auf einen breiteren Trend hin. Ein Bericht des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation vom 20. März hob einen Anstieg der ausländischen Informationsmanipulation hervor.

Der Bericht, der sich auf den Europäischen Auswärtigen Dienst beruft, verzeichnete 540 solcher Fälle im Jahr 2025, an denen rund 10.500 Online-Plattformen beteiligt waren. Er stellte auch fest, dass 27 % der Vorfälle KI-generierte oder manipulierte Inhalte verwendeten, um die Produktion zu beschleunigen.

Verdächtige Verbreitung

Das Problem tauchte kurz auf, nachdem drei nicht identifizierte Drohnen innerhalb finnischen Territoriums abgestürzt waren, was öffentliche Aufmerksamkeit und Online-Diskussionen auslöste.

Die Behörden konzentrieren sich nun darauf, die Urheber und Verbreiter der Inhalte zu identifizieren. Es wurden keine Verdächtigen öffentlich genannt.

Yle berichtete, dass die frühesten Spuren des Materials auf der russischen Plattform VKontakte gefunden wurden.

Die Inhalte erschienen später in finnischsprachigen Bereichen, nachdem sie in russischen Kanälen kursiert waren.

Posts im Zusammenhang mit der Kampagne deuteten an, dass „ukrainische Drohnen Finnland bedrohen“, und stellten die Situation in einem breiteren geopolitischen Kontext dar.

Quellen: Yle, Europäischer Auswärtiger Dienst, Finnisches Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation, United24Media