Experten stellen den jüngsten Bericht des US-Präsidenten infrage.
Vor der jährlichen medizinischen Untersuchung von US-Präsident Donald Trump am Dienstag sind neue Bedenken hinsichtlich seines Gesundheitszustandes aufgetaucht, wobei mehrere Ärzte Erklärungen des Weißen Hauses infrage stellen.
Jüngste öffentliche Auftritte haben wiederholt sichtbare Blutergüsse an Trumps Händen sowie Schwellungen an seinen Unterschenkeln gezeigt. Beamte des Weißen Hauses haben diese Spuren dem täglichen Aspirinkonsum des Präsidenten und häufigen Händedrücken bei öffentlichen Veranstaltungen zugeschrieben.
Der Kardiologe Jonathan Reiner ist von dieser Erklärung nicht überzeugt.
„Diese Erklärung ergibt für mich wenig Sinn“, sagte er der Washington Post.
Reiner merkte an, dass Trump seinen Aspirinkonsum wahrscheinlich reduzieren würde, wenn das Medikament die Blutergüsse verursache. Er wies zudem darauf hin, dass Spuren an der linken Hand des Präsidenten aufgetaucht seien, obwohl Trump hauptsächlich mit seiner rechten Hand Händedrücke gebe.
Ehemaliger Arzt des Weißen Hauses stellt Transparenz infrage
Die Skepsis beschränkt sich nicht auf externe Beobachter.
Jeffrey Kuhlman, der zuvor als Arzt der Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama tätig war, stellte ebenfalls infrage, wie viele Informationen die Öffentlichkeit von der bevorstehenden Untersuchung erwarten solle.
Kuhlman sagte der Washington Post, seine Erwartungen an die Transparenz bezüglich der Gesundheit des Präsidenten seien extrem niedrig.
Frühere Regierungen und medizinische Teams des Weißen Hauses hätten, so argumentierte er, Jahre verbracht, die von „Wahnvorstellungen, Täuschung, Leugnung oder Verzögerungen“ geprägt gewesen seien.
Die Debatte um die Offenlegung der Gesundheit von Präsidenten hat sich in den letzten Jahren intensiviert, da beide politischen Parteien Fragen bezüglich des Alters und der körperlichen Verfassung hochrangiger Kandidaten ausgesetzt waren.
Umfrage zeigt Bedenken unter Wählern
Öffentliche Zweifel scheinen über die medizinische Gemeinschaft hinauszugehen.
Eine neue Umfrage, die von Ipsos für die Washington Post durchgeführt wurde, ergab, dass 41 Prozent der Amerikaner glauben, Trump sei körperlich fit genug, um effektiv als Präsident zu dienen.
Trump wurde die älteste Person, die jemals als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, nach seiner Rückkehr ins Amt.
Präsident Trump hat Bedenken bezüglich seines Zustands wiederholt zurückgewiesen und auf seine Leistung bei kognitiven Tests als Beweis verwiesen, dass er den Anforderungen des Amtes weiterhin gewachsen sei.