Eine politische Kursänderung in London könnte den Weg für direkte Maßnahmen gegen mit Moskau verbundene Schiffe ebnen.
Gerade lesen andere
Der Schritt signalisiert eine härtere Haltung, da geopolitische Spannungen die Energiemärkte verändern, berichtet The Express.
Kommandos autorisiert
Die britische Regierung hat ihrem Special Boat Service grünes Licht gegeben, gegen Schiffe vorzugehen, die mit Russlands sogenannter Schattenflotte in Verbindung stehen, berichtet The Express.
Die Entscheidung folgt auf monatelange rechtliche Beschränkungen, die militärische Eingriffe verhindert hatten und die britischen Kräfte weitgehend auf Überwachungsaufgaben in nahegelegenen Gewässern beschränkten.
Premierminister Keir Starmer deutete an, dass der Kurswechsel wachsende Sicherheitsbedenken widerspiegele und darauf abziele, Russlands finanzielle Gewinne einzudämmen.
„Wir leben in einer zunehmend volatilen und gefährlichen Welt und sehen uns täglich mit Bedrohungen aus verschiedenen Richtungen konfrontiert“, sagte er.
Lesen Sie auch
Öl und Krieg
Starmer stellte die Entscheidung in Zusammenhang mit steigenden Ölpreisen infolge der Spannungen im Nahen Osten und argumentierte, dass Moskau davon profitiere.
„Putin reibt sich die Hände angesichts des Krieges im Nahen Osten, weil er glaubt, dass höhere Ölpreise es ihm ermöglichen werden, sich zu bereichern.“
„Deshalb gehen wir noch entschlossener gegen seine Schattenflotte vor – nicht nur, um Großbritannien zu schützen, sondern auch, um Putins Kriegsmaschinerie die schmutzigen Gewinne zu entziehen, die seine barbarische Kampagne finanzieren.“
Die Schattenflotte, die häufig genutzt wird, um Öl außerhalb von Sanktionsrahmen zu transportieren, ist zu einer wichtigen Einnahmequelle für Russland geworden.
Aufholen
Der Kurswechsel erfolgt, nachdem andere europäische Staaten bereits entschlossenere Maßnahmen ergriffen haben.
Lesen Sie auch
Laut The Express haben Länder wie Finnland, Schweden und Estland Operationen gegen ähnliche Schiffe durchgeführt, während sich Großbritannien aufgrund rechtlicher Debatten zurückgehalten hatte.
Der Unterschied wurde Anfang dieses Jahres deutlicher, als US-Streitkräfte eine Operation mit einem Tanker in der Nordsee anführten, bei der Großbritannien nur eine begrenzte Rolle spielte.
Das Vereinigte Königreich wird den aktualisierten Ansatz voraussichtlich bei einem Treffen der Joint Expeditionary Force in Helsinki offiziell vorstellen.
Quellen: The Express