Startseite Nachrichten Kritiker zerreißen Melanias „geistlosen“ Film trotz ihres massiven $10-Millionen-Verdienstes

Kritiker zerreißen Melanias „geistlosen“ Film trotz ihres massiven $10-Millionen-Verdienstes

Melania Trump
Joey Sussman / Shutterstock

Die Schnittmenge aus hochrangiger Politik und Unterhaltung schafft oft ungewöhnliche Finanzallianzen.

Wenn große Medienunternehmen massiv in politische Persönlichkeiten investieren, folgt die öffentliche Kontrolle schnell der Spur des Geldes. Laut dem Daily Beast hat eine kürzliche Finanzoffenlegung den Vorhang für ein stark kritisiertes Medienprojekt gelüftet.

Massive persönliche Einnahmen

Trotz schlechter Kinozahlen generierte ein großes Filmprojekt erstaunliche Gewinne für eine prominente Persönlichkeit. Das Daily Beast berichtete, dass Melania Trump aus einem Dokumentarfilm, der ihren Namen trägt, unglaubliche $10,71 Millionen einnahm. Die Zahlen gingen aus dem jüngsten Finanzoffenlegungsbericht ihres Mannes hervor.

Die 56-jährige First Lady erlebte ein äußerst profitables Jahr. Die Unterlagen zeigen, dass sie zusätzlich $521.000 aus ihren Memoiren verdiente. Sie sicherte sich zudem etwas mehr als $6 Millionen aus digitalen Token und anderen Sammlerstücken.

Unterdessen entwickelte sich der Dokumentarfilm für das Studio zu einem absoluten Desaster. Amazon MGM gab unglaubliche $75 Millionen für die Produktion und Vermarktung des Films aus. Dennoch floppte er massiv und spielte an den Kinokassen magere $16 Millionen ein.

Wachsende Korruptionsbefürchtungen

Langsame Ticketverkäufe ließen viele Kinosäle leer, und Kinos in Südafrika zogen den Film schließlich komplett zurück. Kritiker zeigten sich ebenso unversöhnlich. Auf Rotten Tomatoes erreichte der Film eine miserable Zustimmungsrate von 10 Prozent bei 61 Kritikern.

Kevin Fallon vom Daily Beast verriss die Produktion in seiner Rezension. Fallon nannte es „ein Maß an geistloser Propaganda, das sich einer Rezension fast entzieht; es ist so erwartbar und völlig sinnlos.“

Diese massive persönliche Auszahlung sorgte in Washington schnell für Stirnrunzeln. Kongressmitglieder schrieben einen Brief an Amazon-Chef Andy Jassy. Die Abgeordneten fragten, ob der Deal ein „Kassengambit oder eine Bestechung“ oder Teil einer „Pay-to-Play-Vereinbarung“ mit der Regierung sei.

Gerüchte dementiert

Der Präsident distanzierte sich schnell von dem Geschäft. Auf die Frage, ob Amazon versuche, sich Vorteile zu erkaufen, wies er von seinem Büro weg. „Nein, ich weiß nicht, ich meine, ich weiß es wirklich nicht, ich bin da nicht involviert. Das wurde mit meiner Frau gemacht“, erwiderte er.

Er bekräftigte diese Dementis während eines späteren Gesprächs mit CNBC. „Wir haben es dementiert. Melanias Büro hat es dementiert. Es ist nicht wahr. Ich hatte nichts damit zu tun“, erklärte er. Er wies die Behauptungen des Einflusskaufs zurück, merkte jedoch an: „Ich kann verstehen, warum die Leute das sagen.“

Auch die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, wies jegliches Fehlverhalten zurück. Kelly betonte, dass „weder der Präsident noch seine Familie jemals in Interessenkonflikte verwickelt waren oder sein werden.“

Zukünftige Mediengeschäfte

Trotz der Gegenreaktion könnte der Tech-Riese weiterhin mit der Familie zusammenarbeiten. Berichte deuten darauf hin, dass Amazon ein Reboot von The Apprentice in Betracht zieht, möglicherweise mit Donald Trump Jr. in der Hauptrolle.

Die Reality-Show bleibt eine stetige Geldquelle. Laut The Hollywood Reporter generiert die Serie immer noch bis zu $1 Million an Tantiemen für den Präsidenten.

Quellen: Daily Beast, Rotten Tomatoes, CNBC, The Hollywood Reporter