Die Behörden untersuchen weiterhin die Folgen eines tödlichen Vorfalls im öffentlichen Verkehr in der Region Fribourg. Die Ermittlungen dauern an, während Beamte daran arbeiten, die Umstände der Tragödie zu klären.
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Ermittler in der Westschweiz arbeiten weiterhin daran, mehrere Menschen zu identifizieren, die bei einem verheerenden Busbrand ums Leben kamen. Behörden warnen, dass der Prozess aufgrund des Ausmaßes der Schäden mehrere Tage dauern könnte.
Die Tragödie hat die kleine Stadt Kerzers erschüttert, schreibt der Daily Star, wo eine routinemäßige Busfahrt am Abend zu einem tödlichen Vorfall wurde, der nun Gegenstand intensiver polizeilicher Ermittlungen ist.
Ermittlungen konzentrieren sich auf mutmaßliche Tat
Die Behörden gehen davon aus, dass das Feuer möglicherweise absichtlich von einem Passagier an Bord des Fahrzeugs ausgelöst wurde. Erste Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass ein Mann eine brennbare Substanz verwendete, bevor er sich selbst anzündete, wodurch sich das Feuer rasch im Bus ausbreitete.
„Die wichtigste Ermittlungsrichtung ist derzeit eine vorsätzliche Handlung“, sagte Polizeisprecher Martial Pugin und fügte hinzu, dass „es in diesem Stadium keine Hinweise auf ein terroristisches Motiv gibt“.
Ein weiterer Sprecher, Frédéric Papaux, sagte, dass die von Zeugen gesammelten Aussagen in eine ähnliche Richtung weisen.
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„Personen in der Nähe und im Bus berichteten von jemandem, der offenbar absichtlich mit einem Brandmittel gehandelt hat“, sagte Papaux.
Ermittler befragen nun Passagiere und Augenzeugen, während forensische Spezialisten das ausgebrannte Fahrzeug untersuchen, um genau festzustellen, wie das Feuer ausbrach.
Identifizierungsprozess läuft
Die Behörden sagen, dass die Identifizierung der Opfer aufgrund des Ausmaßes der Brandschäden schwierig ist. Laut der Daily Star unter Berufung auf Schweizer Behörden könnte die Bestätigung der Identität der Getöteten „mehrere Tage“ dauern.
Die Polizei erklärt, dass spezialisierte Teams detaillierte forensische Untersuchungen durchführen, bevor eine offizielle Identifizierung bekannt gegeben werden kann.
„Die notwendigen forensischen Arbeiten sind im Gange“, sagte ein Polizeisprecher.
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Pugin sagte der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-ATS, dass die Ermittler derzeit noch keinen Zeitrahmen für den Prozess nennen können. Bislang haben die Behörden keine Informationen über Alter oder Geschlecht der Opfer veröffentlicht.
Abendbus wird zur tödlichen Falle
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend in Kerzers, einer kleinen Gemeinde im Kanton Fribourg zwischen Bern und der Stadt Fribourg. Regionale Busverbindungen in der Gegend werden häufig von Pendlern und Studenten genutzt, die zwischen nahegelegenen Orten reisen.
Nach Angaben der Kantonspolizei Fribourg erhielt die kantonale Einsatzzentrale kurz nach 18.25 Uhr Ortszeit Meldungen, dass ein Postbus, der auf der Murtenstrasse unterwegs war, in Brand geraten sei.
Als die Rettungskräfte am Ort eintrafen, hatten sich die Flammen bereits im Fahrzeug ausgebreitet. Feuerwehrleute kämpften darum, den Brand unter Kontrolle zu bringen, während Rettungsteams den Passagieren bei der Flucht halfen.
Mindestens sechs Menschen kamen bei dem Vorfall ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, berichtet der Schweizer Sender RTS.
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Mehrere Krankenwagen und ein Rettungshubschrauber der REGA wurden eingesetzt. Drei Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht, während zwei weitere vor Ort behandelt wurden.
Quellen: Daily Star, RTS