Der Papst hat wiederholt zu einem „gerechten und dauerhaften Frieden“ in der Ukraine aufgerufen.
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Kalte Witterung und anhaltende Angriffe haben die Not der Zivilbevölkerung in der Ukraine weiter verschärft und Kirchen sowie Hilfsorganisationen dazu veranlasst, nach schneller Hilfe zu suchen.
In Rom wurden die Vorbereitungen in dieser Woche stillschweigend in die Tat umgesetzt, als Hilfsgüter verladen und auf den Weg gebracht wurden.
Der Vatikan teilte am 9. Februar mit, dass Papst Leo XIV. die Lieferung von 80 Stromgeneratoren sowie großer Mengen medizinischer Hilfsgüter an die Ukraine genehmigt habe, berichtet Vatican News.
Die Hilfe wurde organisiert, nachdem ukrainische Bischöfe angesichts von Schäden an der Energieinfrastruktur und eisigen Temperaturen um Unterstützung gebeten hatten.
Auf dem Weg in schwer getroffene Regionen
Nach Angaben des Vatikans verließen drei Lastwagen die Basilika der Heiligen Sophia in Rom und haben bereits Fastiw und Kyjiw erreicht. Beide Gebiete wurden bei jüngsten Angriffen getroffen, die die Strom- und Wärmeversorgung unterbrachen.
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Kirchliche Netzwerke überwachen die Verteilung, um sicherzustellen, dass die Ausrüstung die Gemeinden erreicht, die am stärksten von Ausfällen und Engpässen betroffen sind.
Steigender medizinischer Bedarf
Neben den Generatoren wurden Tausende medizinischer Artikel verschickt, darunter Antibiotika, Entzündungshemmer, Nahrungsergänzungsmittel und Melatonin. Vatikanvertreter erklärten, Melatonin sei besonders gefragt, da die Zivilbevölkerung unter Stress und Schlafmangel infolge wiederholter Luftangriffe leide.
Zudem laufen die Vorbereitungen für eine weitere Lieferung von Medikamenten und Lebensmitteln. Der Vatikan teilte mit, dass Pfarrnetzwerke in der gesamten Ukraine erneut die lokale Verteilung koordinieren werden.
Helfer berichten, dass solche kirchlichen Kanäle trotz des Konflikts funktionsfähig geblieben seien und Hilfe dadurch schnell weitergeleitet werden könne.
Appelle für den Frieden
Seit seiner Wahl zum Papst im vergangenen Jahr hat Leo XIV. wiederholt ein Ende des Krieges gefordert und zu einem „gerechten und dauerhaften Frieden“ in der Ukraine aufgerufen. Er hat zudem den Vatikan als möglichen Ort für Gespräche zwischen Kyjiw und Moskau angeboten.
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat diese Idee begrüßt, während russische Vertreter sie zurückgewiesen haben. Vor seiner Wahl hatte Leo XIV. als Bischof von Chiclayo in Peru die russische Invasion im großen Stil öffentlich verurteilt.
Quellen: Vatican News