Ein hochrangiger polnischer Regierungsvertreter hat eine eindringliche Warnung vor dem Risiko eines groß angelegten Konflikts in Europa ausgesprochen und das Land aufgefordert, sich auf die Möglichkeit eines Krieges vorzubereiten.
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Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Kämpfe in der Ukraine und wachsender Unruhe an der Ostflanke der NATO, berichtet The Express.
„Bereitet euch auf den Krieg vor“
Polens Außenminister Radosław Sikorski erklärte vor dem Sejm, dem Parlament des Landes, Polen müsse auf einen Krieg „in dem Ausmaß vorbereitet sein, wie ihn unsere Groß- und Urgroßväter erlebt haben“.
Laut The Express argumentierte Sikorski, der russische Präsident Wladimir Putin stelle eine ernsthafte und anhaltende Bedrohung für die regionale Stabilität dar.
„Putin will keinen Frieden, sondern nur Kapitulation. Sollte die Ukraine besiegt werden, würde die Bedrohung durch Russland nicht etwa abnehmen, sondern im Gegenteil zunehmen“, sagte er.
Er warnte, dass Europa mit einem Konflikt vergleichbar mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg konfrontiert werden könnte, falls Moskaus Aggression nicht eingedämmt werde.
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Sorgen an der Frontlinie
Sikorski betonte, dass Polens geografische Lage das Land besonders verwundbar mache. Es grenzt sowohl an die Ukraine als auch an die russische Exklave Kaliningrad und liegt damit am östlichen Rand der NATO.
Er sagte den Abgeordneten, Polen dürfe sich weder „lähmen“ lassen noch sich in dem Glauben wiegen, der Krieg in der Ukraine sei „nicht sein Krieg“.
Mit Verweis auf seine Erfahrung als ehemaliger britischer Staatsbürger erklärte Sikorski, das Bewusstsein für eine Gefahr könne eine Gesellschaft entweder handlungsunfähig machen oder sie zu entschlossenem Handeln bewegen.
Hybride Bedrohungen nehmen zu
Der Außenminister verwies zudem auf seiner Ansicht nach zunehmende feindliche Aktivitäten unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges.
Russland habe regionale Verteidigungsstrukturen durch Drohnenverletzungen des Luftraums, Sabotage an Eisenbahnen und koordinierte Desinformationskampagnen getestet, sagte er.
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Auch westliche Geheimdienste hätten ähnliche Bedenken geäußert, so Sikorski, und fügte hinzu, dass jede direkte Aggression gegen die östlichen NATO-Mitglieder mit hohen Kosten verbunden wäre.
Quellen: The Express