Ein erneuter russischer Vorstoß auf dem Schlachtfeld ist auf starken Widerstand ukrainischer Streitkräfte gestoßen.
Was eigentlich Geländegewinne bringen sollte, hat stattdessen innerhalb kurzer Zeit zu steigenden Verlusten geführt.
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Laut United24Media startete Moskau seine Frühjahrs-Sommeroffensive mit der Verbesserung der Wetterbedingungen, doch die Fortschritte verlangsamten sich rasch. Ende Februar und Anfang März wurden die täglichen russischen Verluste auf 850 bis 950 Soldaten geschätzt, was unter dem üblichen Niveau lag.
Ukrainische Behörden führten dies auf Angriffe auf Nachschublinien zurück, die es russischen Streitkräften erschwerten, koordinierte Angriffe vorzubereiten.
Verluste steigen stark an
Bis Mitte März intensivierten sich die Kämpfe deutlich. Am 18. März zeigten ukrainische Angaben 1.720 getötete und verwundete russische Soldaten – der höchste Tageswert in diesem Jahr.
Die hohen Verluste hielten an: Am folgenden Tag wurden 1.520 gemeldet und am 20. März 1.610. Insgesamt gingen innerhalb von drei Tagen rund 5.000 Soldaten verloren.
Dem Bericht zufolge entspricht dies ungefähr einer Wochenzahl an Rekruten, die innerhalb weniger Tage verloren ging.
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Angriffe abgewehrt
Ukrainische Einheiten berichteten von groß angelegten Angriffen mit gepanzerten Fahrzeugen und Hunderten Soldaten in mehreren Frontabschnitten.
Das Dritte Armeekorps meldete einen größeren Angriff in der Nähe der Achse Lyman-Borowa, an dem erhebliche Kräfte und Ausrüstung beteiligt waren. Der Angriff erreichte sein Ziel nicht, und es wurden hohe Verluste gemeldet.
Andere Einheiten, darunter die Spartan-Brigade, erklärten, sie hätten ähnliche Angriffe in der Nähe von Pokrowsk abgewehrt.
Kein Durchbruch
Trotz des Einsatzes mehrerer Angriffsgruppen gelang es den russischen Streitkräften nicht, nennenswerte territoriale Gewinne zu erzielen.
Ukrainische Kräfte hielten ihre Verteidigungsstellungen und meldeten Fortschritte in der Nähe von Kupjansk, wo sie russische Truppen zurückdrängten.
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Das Ausmaß der Angriffe deutet auf umfangreiche Vorbereitungen hin, doch die ukrainischen Verteidigungsstellungen scheinen standgehalten zu haben.
Angriffe stören Nachschub
Ein entscheidender Faktor war der Einsatz von Drohnen mittlerer Reichweite durch die Ukraine, um Nachschubrouten, Lagerstätten sowie Sammelbereiche von Truppen und Ausrüstung anzugreifen.
Diese Angriffe haben die Logistik gestört und Russlands Fähigkeit verlangsamt, seine Fronttruppen zu verstärken.
Ukrainische Streitkräfte berichteten zudem, Schiffe getroffen zu haben, die militärische Versorgungsgüter in Richtung Krim transportierten, was zusätzlichen Druck auf die russischen Operationen ausübt.
Quellen: United24Media