Russlands Kampagne zur vollständigen Kontrolle der ukrainischen Region Donezk scheint zunehmend unter Druck zu geraten, da hohe Verluste und begrenzte Fortschritte Fragen zur Strategie aufwerfen.
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Ukrainische Beamte erklären, dass die Lage auf dem Schlachtfeld verdeutlicht, warum Moskau in Verhandlungen auf territoriale Zugeständnisse drängt.
Zunehmender Druck
Laut United24Media haben russische Streitkräfte im Jahr 2026 deutlich steigende Verluste erlitten, ohne in Donezk nennenswerte Gebietsgewinne zu erzielen.
Jüngste Darstellungen, wonach Moskau im Gegenzug für die Kontrolle über die gesamte Region zu Verhandlungen bereit wäre, wurden von Kyjiw entschieden zurückgewiesen.
Ukrainische Behörden weisen darauf hin, dass etwa ein Viertel der Region, einschließlich wichtiger Verteidigungsstellungen, weiterhin unter ihrer Kontrolle steht.
Steigende Verluste
Beamte verweisen auf das Ausmaß der russischen Verluste als entscheidenden Faktor. Der stellvertretende Leiter des Präsidialamts, Pawlo Palisa, erklärte, die Verluste hätten Anfang 2026 316 Soldaten pro Quadratkilometer erreicht.
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Allein im ersten Quartal meldete die Ukraine mehr als 35.000 bestätigte russische Verluste in der Region, wobei die Gesamtverluste 90.000 übersteigen.
Begrenzte Fortschritte
Trotz der hohen Verluste haben die russischen Streitkräfte in den letzten Monaten kaum Fortschritte erzielt.
United24Media berichtet, dass im Donezk-Sektor in den vergangenen sechs Monaten keine bedeutenden taktischen Gewinne verzeichnet wurden, während es in einigen Gebieten sogar zu Rückzügen kam.
Vorstöße wurden wiederholt zurückgeschlagen, darunter frühe Angriffe in der Frühjahrsoffensive, die innerhalb weniger Tage Tausende Verluste verursachten.
Strategische Hindernisse
Eine große Herausforderung stellt ein befestigter urbaner Verteidigungsgürtel in Donezk dar.
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Städte wie Kramatorsk, Slowjansk, Druschkiwka und Kostiantyniwka bilden einen Verteidigungsbogen, der sich als schwer zu durchbrechen erwiesen hat.
Obwohl russische Kräfte die Außenbezirke von Kostiantyniwka erreicht haben, scheiterten Versuche, in die Stadt vorzudringen, wobei Berichten zufolge kleine Angriffseinheiten ausgeschaltet wurden.
Kosten des Vormarschs
Ukrainische Beamte argumentieren, dass die Eroberung der verbleibenden 6.000 bis 7.000 Quadratkilometer für Russland mit nicht tragbaren Kosten verbunden wäre.
Sie verweisen auf langwierige Kämpfe in Orten wie Pokrowsk und Kupjansk als Beispiele für die Schwierigkeiten urbaner Gefechte.
Die Lage erkläre, so ihre Einschätzung, warum Moskau versucht, territoriale Kontrolle durch Verhandlungen statt durch weitere Offensiven zu sichern.
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Quellen: United24Media