Russland gerät nach dem Rückzug aus Kidal in Mali zunehmend unter Druck und wirft damit neue Fragen zur Strategie des Kremls in der Sahelzone auf.
Eine jüngste Entwicklung hat laut O2 eine große Debatte über die Rolle des Kremls in der Sahelzone ausgelöst, wo Russland nach mehreren Militärputschen seine Präsenz ausgebaut hat.
Nach dem Rückzug aus Kidal steht Russland in Mali zunehmend unter Druck.
Das bedeutet, dass Russland derzeit Schwierigkeiten hat, die Stabilität in Mali aufrechtzuerhalten – trotz seiner Unterstützung für die Militärjunta in Bamako, erklärt der Analyst Miłosz Bartosiewicz vom Zentrum für Oststudien.
Druck auf die Strategie
Nach einer kürzlich getroffenen Vereinbarung mit Separatisten in Kidal haben sich die russischen Streitkräfte zurückgezogen. Obwohl dies nicht als Niederlage für Russland gilt, weisen Experten darauf hin, dass dies dennoch als Prestigeverlust wahrgenommen werden könnte.
Die Stabilität in Mali hat sich weiter verschlechtert, insbesondere aufgrund der zunehmenden Unsicherheit im Land. Mehrere islamistische Gruppen haben Versorgungslinien angegriffen und die Kontrolle der Regierung geschwächt.
Gleichzeitig berichten Medien über Spannungen und Zusammenstöße zwischen russischen Söldnern und der malischen Armee, meldet O2.
Wirtschaftliche Schwierigkeiten
Laut Bartosiewicz hat Russland in Mali nicht die wirtschaftlichen Vorteile erzielt, die es sich erhofft hatte.
Allgemeiner betrachtet ließ sich im Verlauf des Krieges beobachten, wie Russland zunehmend mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert war.
Wir berichteten bereits über neue Daten russischer Banken, wonach jede fünfte Bank Verluste schreibt. Zudem wurde festgestellt, dass die russische Wirtschaft aufgrund hoher Militärausgaben sowie sinkender Einnahmen aus Öl- und Gasexporten unter Druck steht.
Quellen: O2, OSW