Wenn es je einen perfekten Moment für einen Mic Drop gegeben hätte, dann wäre es dieser.
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Dienstag, der 24. Februar 2026, markiert vier Jahre seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine.
Einige argumentieren, der Krieg habe bereits acht Jahre zuvor mit der russischen Annexion der Krim begonnen. Im Allgemeinen gilt jedoch der 24. Februar 2022 als Beginn des Krieges.
In den ersten Monaten des Krieges erzielte Russland erhebliche territoriale Gewinne. Nach dem Beginn der groß angelegten Invasion rückte es rasch vor und hatte bis zum Frühjahr 2022 fast 28 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets unter Kontrolle.
Nach den anfänglichen russischen Geländegewinnen startete die Ukraine eine Gegenoffensive und eroberte große Gebiete zurück, bevor sich der Krieg zu einem Abnutzungskrieg mit langsamen, nahezu schrittweisen Geländegewinnen für Russland entwickelte – bedingt durch dessen deutliche zahlenmäßige Überlegenheit.
Laut einem am 17. Januar 2026 veröffentlichten Gastbeitrag des Institute for the Study of War (ISW) reduzierte die ukrainische Gegenoffensive im Frühjahr 2022 den von Russland kontrollierten Gebietsanteil auf 18 Prozent. Seitdem habe Russland lediglich weitere 1,5 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets hinzugewonnen.
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Donald Trump: Ukraine wird verlieren
Im November 2025 zitierte die New York Post den US-Präsidenten Donald Trump mit den Worten, die Ukraine werde „innerhalb kurzer Zeit verlieren“, falls sie kein Friedensabkommen unterzeichne, das einen Rückzug aus der stark umkämpften Donbas-Region in der Ostukraine beinhalte.
Dasselbe Narrativ wird vom Kreml vertreten, der argumentiert, ein russischer Sieg in der Ukraine sei unausweichlich.
Es besteht kein Zweifel daran, dass die Lage in der Ukraine ernst ist, insbesondere für die Bevölkerung, die nahezu täglich Raketen- und Drohnenangriffen aus Russland ausgesetzt ist, welche die Energieinfrastruktur im bislang härtesten Winter des Krieges zerstören.
Doch verliert die Ukraine tatsächlich?
Selenskyjs brillante Antwort
Anlässlich des Endes des vierten Kriegsjahres interviewte die BBC den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Interviewer sagte Selenskyj, einige – darunter Donald Trump – seien der Ansicht, die Ukraine könne den Krieg nicht gewinnen, und fragte, ob diese Einschätzung zutreffe.
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Selenskyjs Antwort sagte alles:
„Wo sind Sie heute? Sie sind in Kyjiw. Sie sind in der Hauptstadt unserer Heimat. Sie sind in der Ukraine … Werden wir verlieren? Natürlich nicht, denn wir kämpfen für die Unabhängigkeit der Ukraine.“
Der Interviewer wollte daraufhin wissen, ob Selenskyj damit meine, dass die Ukraine alle verlorenen Gebiete zurückerobern werde. Darauf antwortete Selenskyj:
„In jedem Fall werden wir das erreichen. Das ist absolut klar. Es ist nur eine Frage der Zeit.“
Quellen: Institute for the Study of War (ISW), New York Post, BBC