Der Präsident hat während seiner Zeit im Weißen Haus viele Rekorde aufgestellt – aber nicht alle sind gut.
Der Druck auf das Weiße Haus wächst, da die Amerikaner zunehmend besorgt über die Haushaltsfinanzen und die Langzeitfolgen der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sind.
Eine neue Umfrage von Reuters/Ipsos zeigt, dass die Zustimmungswerte für Präsident Donald Trump nahe den schwächsten Niveaus seiner politischen Karriere verharren, während eine Mehrheit der Amerikaner in den kommenden Monaten mit weiter steigenden Kraftstoffkosten rechnet.
Zustimmung verharrt nahe Tiefststand
Laut der landesweiten Umfrage billigen 35 Prozent der Amerikaner Trumps Leistung als Präsident.
Diese Zahl bleibt gegenüber der vorherigen Reuters/Ipsos-Umfrage vom Mai unverändert und liegt knapp über den 34 Prozent Zustimmung, die im April verzeichnet wurden – dem niedrigsten Wert seiner aktuellen Amtszeit.
Die Zahlen nähern sich auch dem schwächsten Punkt von Trumps erster Präsidentschaft, als seine Zustimmungswerte Ende 2017 auf 33 Prozent fielen.
Wachsende Sorgen um die Wirtschaft scheinen eine große Rolle in den politischen Schwierigkeiten des Präsidenten zu spielen.
Kraftstoffpreise bleiben ein Hauptanliegen
Viele Amerikaner machen sich weiterhin Sorgen über die finanziellen Folgen des Konflikts mit dem Iran.
Trump ordnete Anfang des Jahres zusammen mit Israel Militärschläge gegen den Iran an, was eine umfassendere Konfrontation auslöste, die wichtige Schifffahrtsrouten für den globalen Öltransport störte.
Obwohl sich die Benzinpreise in den letzten Wochen etwas entspannt haben, bleiben die Wähler pessimistisch, was die weitere Entwicklung der Kosten angeht.
Fast sechs von zehn Befragten gaben an, dass sie in den nächsten zwölf Monaten mit steigenden Benzinpreisen rechnen, während nur eine kleine Minderheit an eine Verbesserung der Preise glaubt.
Lebenshaltungskosten bleiben ein Schwachpunkt
Die vielleicht beunruhigendsten Zahlen für die Regierung betreffen die Haushaltsausgaben.
Nur 22 Prozent der Amerikaner billigen Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten, während 70 Prozent ihn missbilligen.
Diese Zahlen bringen den Präsidenten in dieser Frage in eine schwächere Position, als es der ehemalige Präsident Joe Biden am Ende seiner Amtszeit war, trotz Trumps wiederholter Wahlversprechen, die Inflation zu bekämpfen und die Kosten für die Verbraucher zu senken.
Hohe Kraftstoffpreise bleiben ein besonders sensibles Thema, während sich die Republikaner auf die Kongresswahlen später in diesem Jahr vorbereiten.
Geteilte Meinungen zur Iran-Strategie
Die öffentliche Meinung zur Militärkampagne gegen den Iran bleibt gespalten.
Umfrageergebnisse zeigten, dass 36 Prozent der Amerikaner die US-Angriffe unterstützen, während nur 25 Prozent glauben, dass der Nutzen der Operation die Kosten überwiegt.
Friedensverhandlungen wurden fortgesetzt, seit die intensivste Phase des Konflikts Anfang des Jahres abgeklungen ist, obwohl noch keine dauerhafte Einigung erzielt wurde.
Demokraten mit knappem Vorsprung
Die Umfrageergebnisse deuten auch auf eine wettbewerbsintensive politische Landschaft vor den Zwischenwahlen hin.
Registrierte Wähler gaben an, dass sie derzeit demokratische Kongresskandidaten mit einem Vorsprung von 41 Prozent zu 37 Prozent bevorzugen würden.
Wirtschaftliche Themen bleiben zentral in dieser Debatte. Während die Republikaner in den letzten Jahren traditionell einen Vorteil in der Wirtschaftsführung hatten, deutet die jüngste Umfrage darauf hin, dass dieser Vorsprung fast verschwunden ist, wobei die Wähler nahezu gleichmäßig darüber gespalten sind, welche Partei den stärkeren Wirtschaftsplan hat.
Die Ergebnisse basierten auf Antworten von 4.531 Erwachsenen landesweit und wiesen eine Fehlermarge von zwei Prozentpunkten auf.