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Epsteins ehemalige persönliche Assistentin veröffentlicht nie zuvor gesehene Dokumente

Jeffrey Epstein
U.S. Virgin Islands, Department of Justice / Wiki Commons

Epsteins Assistentin seit zehn Jahren teilt neue Details.

Jahre nach Jeffrey Epsteins Tod rückt eine neue Zeugenaussage erneut mächtige Persönlichkeiten in den Fokus, die sich in seinem sozialen Umfeld bewegten.

Bisher unveröffentlichte Dokumente und Zeugenaussagen haben neue Einblicke in die Beziehungen rund um den verurteilten Sexualstraftäter ermöglicht, darunter Behauptungen, die Mitglieder der britischen Königsfamilie betreffen, sowie erneute Anschuldigungen gegen die langjährige Vertraute Ghislaine Maxwell.

Im Mittelpunkt der jüngsten Enthüllungen steht Sarah Kellen, Epsteins ehemalige persönliche Assistentin, deren Zeugenaussage vor einem US-Untersuchungsausschuss nun öffentlich geworden ist.

Königliche Anlässe und private Treffen

Laut Kellens Aussage gehörten Prinz Andrew und seine ehemalige Frau Sarah Ferguson zu den bekannten Persönlichkeiten, die sich in den frühen 2000er-Jahren in Epsteins Kreis bewegten.

Kellen behauptete, Mitglieder der Gruppe hätten private Abendessen in Prinz Andrews Residenz im Buckingham Palace besucht und seien auch bei der Feier zum 18. Geburtstag von Prinzessin Beatrice auf Schloss Windsor im Jahr 2006 anwesend gewesen.

Fotos von der Veranstaltung haben erneut Aufmerksamkeit erregt, da sie Berichten zufolge Epstein zusammen mit Ghislaine Maxwell und dem ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein zeigen.

Prinz Andrew hat stets beteuert, zum damaligen Zeitpunkt nichts von den Anschuldigungen gegen Epstein gewusst zu haben.

In Bezug auf die Einladung zur Geburtstagsfeier von Prinzessin Beatrice sagte Andrew in seinem BBC-Interview von 2019: „Ich war mir sicherlich nicht bewusst, als die Einladung ausgesprochen wurde, was in den Vereinigten Staaten vor sich ging, und ich wusste es erst, als die Medien es aufgriffen, weil er nie etwas darüber gesagt hat.“

Kellen gab in ihrer Zeugenaussage auch an, Prinz Andrew nie bei unangemessenem Verhalten beobachtet zu haben.

Schwere Anschuldigungen gegen Maxwell

Ein Großteil von Kellens Zeugenaussage konzentrierte sich auf Maxwell, die derzeit eine 20-jährige Haftstrafe verbüßt, nachdem sie wegen Kindersexhandels verurteilt wurde.

Anstatt Maxwell lediglich als Komplizin darzustellen, beschrieb Kellen sie als zentrale Figur in Epsteins Welt.

„Ich hatte immer das Gefühl, dass sie maßgeblich daran beteiligt war, dass Jeffrey zu dem wurde, was er wurde“, sagte Kellen.

Sie behauptete weiter, Maxwell habe Epsteins Verhalten gefördert und viele Aspekte seines Lebensstils mitermöglicht.

Die Zeugenaussage beschrieb ferner eine Beziehung, die von Manipulation, emotionalem Druck und Kontrolle geprägt war. Kellen behauptete, Epstein habe schnell zwischen Charme und Wut wechseln können, und gab an, sie habe selbst miterlebt, wie Maxwell durch sein Verhalten zu Tränen gerührt wurde.

Kellen beschreibt sich selbst als Opfer

Öffentliche Berichte haben Kellen oft als eine von Epsteins Hauptrekrutiererinnen dargestellt. In ihrer Zeugenaussage präsentierte sie sich jedoch als ein weiteres Opfer innerhalb des Netzwerks.

Kellen gab an, sie sei als Teenager manipuliert worden und sei später nach einer Scheidung als junge Erwachsene in Epsteins Umfeld geraten. Anstatt als willige Teilnehmerin zu agieren, beschrieb sie Jahre des Missbrauchs und der Nötigung.

„Ich war Zeugin, wie er sogar Ghislaine zum Weinen brachte, die ich für die stärkste, kälteste Frau hielt, die ich je getroffen hatte“, sagte Kellen.

Ihre Zeugenaussage enthielt auch Anschuldigungen über kontrollierendes Verhalten seitens Maxwell und Beschreibungen von Vorfällen, die sich ihrer Aussage nach ereignet hätten, während sie für den Finanzier arbeitete.

Ermittlungen dauern Jahre nach Epsteins Tod an

Jeffrey Epstein starb 2019 in einer New Yorker Gefängniszelle, während er auf seinen Prozess wegen bundesstaatlicher Sexhandelsvorwürfe wartete.

Trotz seines Todes wurden die Bemühungen, das volle Ausmaß seines Netzwerks aufzudecken, durch Zivilklagen, Strafverfahren und Kongressuntersuchungen fortgesetzt.

Die Veröffentlichung von Kellens Zeugenaussage hat neue Details zu einer Geschichte hinzugefügt, die Jahre nach Epsteins Tod weiterhin öffentliche Aufmerksamkeit erregt, insbesondere wegen der prominenten Namen, die weiterhin mit seinem sozialen Umfeld in Verbindung gebracht werden.

(Mirror)