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Trump wird vorgeworfen, bestimmte Amerikaner respektlos zu behandeln: „So beleidigt man anständige Menschen“

Donald Trump
Joey Sussman / Shutterstock.com

Trump behauptet, Wähler verstünden ein grundlegendes Wort nicht, während seine Regierung Alaskas Wahlprozess anfechte.

Amerikanische Wahlen haben ihren gerechten Anteil an ungewöhnlichen Wahlzettel-Kontroversen hervorgebracht, insbesondere wenn Kandidaten denselben Namen tragen oder Wähler auf unbekannte Begriffe stoßen.

Angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen am 3. November achten Beamte und Wahlkampfteams genau auf alles, was die Verständlichkeit der Wahlzettel beeinträchtigen könnte.

Alaska ist der jüngste Bundesstaat, der sich einer solchen Auseinandersetzung gegenübersieht, wobei ein Senatsrennen die Aufmerksamkeit des Weißen Hauses und des Justizministeriums auf sich gezogen hat.

Doch Präsident Donald Trumps Erklärung, warum die Bundesregierung interveniert hat, hat eine separate Kontroverse ausgelöst.

Im Gespräch mit Reportern am Sonntag deutete der 80-jährige Präsident an, dass viele Amerikaner ein gebräuchliches Wort zur Beschreibung gewählter Amtsträger nicht verstehen.

Seine Kommentare lösten schnell Kritik von politischen Kommentatoren aus, von denen einige ihm vorwarfen, genau die Wähler zu beleidigen, die seine Regierung angeblich schützt.

Trump zweifelt an Verständnis grundlegender politischer Begriffe bei Wählern

Die Kontroverse begann auf der Joint Base Andrews, wo Trump mit Reportern sprach, bevor er zu einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan aufbrach.

Der Präsident wurde zu der rechtlichen Anfechtung seiner Regierung bezüglich der Senatswahl in Alaska befragt.

Im Mittelpunkt des Streits steht eine ungewöhnliche Koinzidenz, die zwei Kandidaten namens Dan Sullivan betrifft.

Einer ist der amtierende republikanische Senator, der die Wiederwahl anstrebt.

Der andere ist ein weiterer Kandidat mit demselben Namen.

Trump argumentierte, dass die Namensgleichheit Wähler verwirren könnte, insbesondere bei der Identifizierung, welcher Kandidat derzeit den Senatssitz innehat.

„Viele Leute wissen nicht, was Amtsinhaber bedeutet“, sagte der Präsident Reportern.

Das Wort Amtsinhaber bezieht sich auf jemanden, der derzeit ein bestimmtes gewähltes Amt bekleidet.

Trump fuhr fort zu behaupten, dass „die Leute völlig verwirrt“ über die Situation seien.

Er bezeichnete die Wahlzettel-Kontroverse als „sehr unfair“ und beschuldigte die Verantwortlichen sogar des „offenen Betrugs“.

Der Präsident bestätigte auch, dass seine Regierung die Angelegenheit gerichtlich verfolgte.

Laut Trump sei die Regierung „vor Gericht, um zu sehen, was man tun kann“.

Seine Kommentare stellten den Streit als Frage der Wahlgerechtigkeit dar, obwohl die Betrugsanklage durch die bereitgestellten Informationen nicht belegt wurde.

Kritiker wenden Trumps Erklärung gegen ihn

Die Äußerungen des Präsidenten verbreiteten sich schnell in den sozialen Medien, wo mehrere Kommentatoren eine erheblich weniger wohlwollende Interpretation anboten.

Der ehemalige MSNBC- und ESPN-Moderator Keith Olbermann deutete an, dass Trumps Erklärung etwas über seine eigene Vertrautheit mit politischer Terminologie verraten könnte.

„Übersetzung: ER hat gerade herausgefunden, was ‚Amtsinhaber‘ bedeutet“, schrieb Olbermann.

Der progressive Medienaccount MeidasTouch bot eine ähnliche Einschätzung.

„Immer vielsagend, wenn Trump gerade erst lernt, was etwas bedeutet“, kommentierte der Account.

Die Reaktionen spiegelten eine wiederkehrende Kritik an Trumps öffentlichem Redestil wider, insbesondere seine Angewohnheit, zu suggerieren, dass weithin verstandene Informationen den meisten Menschen unbekannt seien.

Anstatt seine Behauptung zu akzeptieren, dass die Wähler verwirrt seien, hinterfragten Kritiker, ob er ihr Wissen unterschätzte.

Eine alte Trump-Bemerkung kehrt zurück, um ihn zu verfolgen

Die Diskussion belebte auch eine Aussage, die Trump bereits 2017 gemacht hatte.

Damals erregte der Präsident Aufmerksamkeit, nachdem er behauptet hatte, viele Menschen wüssten nicht, dass das Wort dumb (dumm) den Buchstaben B enthalte.

Diese frühere Bemerkung wurde zu neuem Material für Kommentatoren, die auf seine Äußerungen zu Alaska reagierten.

Die politische Kommentatorin Molly Jong-Fast bezog sich direkt auf die alte Aussage.

„Die gleichen Leute, die nicht wissen, dass ‚dumb‘ ein B hat“, schrieb sie.

Der Strafverteidiger und Rechtsblogger Scott Greenfield griff Trumps frühere Beobachtung ebenfalls auf.

„Die meisten Leute wissen nicht, dass ‚dumb‘ mit einem ‚b‘ geschrieben wird. –DJT“, kommentierte er.

Greg Dworkin, Redakteur bei Daily Kos, trieb den Witz noch weiter.

„Trump: Es endet wahrscheinlich mit einem B. Viele Leute wissen das nicht“, schrieb Dworkin.

„Das hat er noch nicht gesagt, aber es kommt.“

Die Kommentare waren satirische Reaktionen auf die Sprache des Präsidenten und keine Beweise dafür, ob die Wähler in Alaska den Begriff Amtsinhaber tatsächlich verstehen.

Journalistin wirft Trump Beleidigung der Wähler in Alaska vor

Andere Kritiker konzentrierten sich weniger auf Trumps Wortschatz und mehr auf das, was seine Kommentare über die Wählerschaft implizierten.

Clara Jeffery, Chefredakteurin von Mother Jones, argumentierte, dass die Äußerungen des Präsidenten respektlos gegenüber den Menschen in Alaska seien.

„Was für eine Art, die guten Leute von Alaska zu beleidigen“, schrieb sie.

Der unabhängige Journalist Aaron Rupar, der ein Video von Trumps Äußerungen teilte, bot eine prägnante Zusammenfassung der Position des Präsidenten.

Laut Rupars Charakterisierung sei Alaskas Wahlzettel „illegal, weil die Leute nicht wissen, was ‚Amtsinhaber‘ bedeutet“.

Diese Beschreibung war eine kritische Interpretation von Trumps Argument, keine rechtliche Feststellung, dass der Wahlzettel selbst ungesetzlich war.

Der Streit warf dennoch eine umfassendere Frage auf, wie viel Verwirrung den Wählern vernünftigerweise zugeschrieben werden kann, wenn Kandidaten identische Namen tragen.

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Das Justizministerium bringt den Streit vor Gericht

Hinter der Online-Kritik verbirgt sich eine tatsächliche rechtliche Anfechtung bezüglich der Senatswahl in Alaska.

Das Justizministerium hat eine Klage eingereicht, die die Möglichkeit betrifft, dass Wähler den republikanischen Senator Dan Sullivan mit einem anderen Kandidaten desselben Namens verwechseln könnten.

Trump hat erklärt, dass er persönlich die Einreichung der Klage angeordnet habe.

Dem Bericht zufolge fordert das Ministerium ein Bundesgericht auf, die Zertifizierung eines Wahlergebnisses zu verhindern, „das durch Wählerverwirrung beeinträchtigt werden könnte“.

Der Antrag geht über die bloße Besorgnis über den Wahlzettel hinaus.

Er strebt eine gerichtliche Intervention in den Prozess der Finalisierung der Wahlergebnisse an, falls das Gericht feststellt, dass Verwirrung das Ergebnis beeinflusst haben könnte.

Das Vorhandensein von zwei Kandidaten mit demselben Namen allein beweist jedoch kein Wahlfehlverhalten.

Der Rechtsstreit betrifft die Frage, ob die Umstände eine ausreichende Grundlage für die vom Justizministerium beantragte Abhilfe schaffen.

Im Quellmaterial wurde kein Gerichtsurteil identifiziert, das Trumps Betrugsvorwürfe bestätigt.