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Trumps Wirtschaftsstrategie stellt Stärke des Dollars auf die Probe

Donald Trump
The White House / Wiki Commons

Der US-Dollar verliert in einigen Bereichen unter Donald Trumps Wirtschaftspolitik an Wert, doch seine dominierende Rolle im globalen Handel und in den Finanzen bleibt weitgehend intakt.

Das spanische Medium elEconomista.es berichtete, dass der Dollar trotz politischen Drucks aus dem Weißen Haus und wachsender geopolitischer Spannungen weiterhin als Rückgrat des internationalen Währungssystems fungiert.

Trump nimmt den Dollar ins Visier

Laut elEconomista.es betrachtet Trump einen schwächeren Dollar zunehmend als politisches Ziel, mit der Begründung, dies könne amerikanische Exporte wettbewerbsfähiger machen und dazu beitrage, das US-Handelsdefizit zu verringern.

Der Bericht führte aus, dass Berater aus Trumps Umfeld die Vorstellung gefördert hätten, dass der Dollar strukturell überbewertet sei und durch koordinierten Druck auf andere Volkswirtschaften geschwächt werden solle.

ElEconomista.es verglich den Ansatz mit einer aggressiveren Version des Plaza-Abkommens von 1985, jedoch ohne das gleiche Maß an internationaler Zusammenarbeit.

Defizit bleibt bestehen

Der Artikel argumentierte, dass Amerikas Handelsdefizit enger mit innenwirtschaftlichen Ungleichgewichten verbunden sei als allein mit der Stärke der Währung.

Laut Zahlen des US Bureau of Economic Analysis, die im Bericht zitiert werden, erreichte das US-Handelsdefizit im Jahr 2025 rund 901,5 Milliarden US-Dollar und änderte sich kaum gegenüber dem Vorjahr.

ElEconomista.es stellte fest, dass Zölle die Handelsströme vorübergehend veränderten, es jedoch nicht gelang, das größere Ungleichgewicht signifikant zu reduzieren.

Dollar dominiert weiterhin

Trotz Wertschwankungen dominiert der Dollar weiterhin die globalen Finanzen und den Handel.

Der Bericht stellte fest, dass etwa die Hälfte der globalen Handelsgeschäfte immer noch in Dollar abgewickelt wird, während fast 60 Prozent der internationalen Schulden auf die Währung lauten.

ElEconomista.es zitierte auch den Ökonomen Paul Krugman, der argumentierte, der Dollar behalte seine Rolle teilweise bei, weil die globalen Märkte ihn standardmäßig in einem sich selbst verstärkenden System weiter nutzten.

Alternativen begrenzt

Der Artikel legte nahe, dass weder der Euro noch Chinas Yuan derzeit einen glaubwürdigen Ersatz für die globale Rolle des Dollars bieten.

Während der Euro mit institutioneller Fragmentierung zu kämpfen hat und der Yuan durch staatliche Kontrollen eingeschränkt bleibt, betrachten Investoren den Dollar in Krisenzeiten weiterhin als sicheren Hafen.

ElEconomista.es argumentierte, dass das internationale Währungssystem nicht kollabiere, sondern sich allmählich zu einer fragmentierteren und multipolareren Struktur entwickle.

Der Bericht warnte auch, dass politischer Druck auf die Federal Reserve das Vertrauen in den Dollar letztendlich schwächen könnte, falls die Unabhängigkeit der US-Zentralbank untergraben werde.

Quellen: elEconomista.es, US Bureau of Economic Analysis.