Ein Bericht besagt, dass OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar von wichtigen Meetings ausgeschlossen wurde und nicht direkt an den CEO berichtet, was neue Fragen zur Führungsstruktur vor einem möglichen Börsengang aufwirft.
Gerade lesen andere
OpenAI hat von außen betrachtet nie wie ein konventionelles Unternehmen gewirkt. Neue Details deuten nun darauf hin, dass auch die internen Berichtslinien ungewöhnlich sein könnten.
Ein Bericht darüber, wer bei wichtigen Finanzbesprechungen anwesend ist — und wer nicht — wirft zusätzliche Fragen zur Unternehmensführung in einer entscheidenden Phase auf.
Laut The Information hat OpenAI-CEO Sam Altman die Finanzchefin Sarah Friar von zentralen Finanzmeetings ausgeschlossen. In einem Fall sei „ihre Abwesenheit bemerkenswert und unangenehm“ gewesen, insbesondere da sie an einer früheren Diskussion zum selben Thema teilgenommen hatte.
Dem Bericht zufolge berichtet Friar außerdem nicht direkt an Altman. Stattdessen untersteht sie Fidji Simo, der CEO für Applications bei OpenAI — eine Struktur, die Berichten zufolge seit August 2025 besteht.
Friar wechselte 2024 von Nextdoor zu OpenAI und ist zudem Mitglied des Vorstands von Walmart.
Lesen Sie auch
Ungewöhnliche Struktur
Diese Organisationsform ist auffällig, da Finanzchefs in der Regel direkt an den CEO berichten, insbesondere in Unternehmen, die sich auf bedeutende finanzielle Schritte vorbereiten.
Auch der Zeitpunkt ist bemerkenswert. OpenAI, das derzeit mit 852 Milliarden US-Dollar bewertet wird, gilt laut Bericht als möglicher Kandidat für einen Börsengang Ende 2026.
The Information berichtet zudem, dass Friar diesem Zeitplan skeptisch gegenübersteht, was sie in Gegensatz zu den übergeordneten Ambitionen des Unternehmens bringen könnte.
Die Führungsstruktur von OpenAI hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach verändert — häufig auf eine Weise, die von klassischen Unternehmensstrukturen abweicht.
Quellen: The Information