Manche Gegenstände im Handgepäck sind auf einem Röntgenbild schwerer zu erkennen, als man vermuten würde. Ein dicht gepacktes Kartenspiel kann gelegentlich eine genauere Kontrolle auslösen.
Spielkarten sind im Handgepäck erlaubt, doch ein kompakt gepacktes Kartenspiel kann mitunter eine zusätzliche Sicherheitskontrolle am Flughafen nach sich ziehen.
Das Problem ist nicht das Kartenspiel selbst. Wenn Dutzende Karten eng zusammengepresst sind, lässt sich auf dem Röntgenbild unter Umständen nicht eindeutig erkennen, ob sich etwas im oder neben dem Kartenstapel befindet.
Travel and Leisure berichtete, dass die US-amerikanische Transportsicherheitsbehörde Transportation Security Administration (TSA) auf die Schwierigkeiten bei der Kontrolle von Kartenspielen, Sammelordnern und geschützten Sammelkarten hingewiesen hat.
Ian Cava von der TSA sagte:
„Wenn Gegenstände eng aufeinanderliegen, wie etwa Kartenspiele, Sammelordner oder bewertete Sammelkarten in Schutzhüllen, kann das Röntgenbild es den Sicherheitskräften erschweren festzustellen, ob sich darin oder in ihrer unmittelbaren Umgebung verbotene Gegenstände befinden.“
Wird ein Gepäckstück für eine zusätzliche Kontrolle beiseitegelegt, bedeutet das nicht, dass die Karten verboten sind oder als gefährlich gelten. In der Regel benötigt das Sicherheitspersonal lediglich eine bessere Sicht auf den Inhalt, bevor das Gepäck freigegeben werden kann.
Herkömmliche Kartenspiele, Sammelkarten und umfangreichere Kartenspiele können ein ähnliches Röntgenbild erzeugen. Auch Sammelkarten in Schutzhüllen können einen kompakten Block bilden, wenn mehrere zusammen eingepackt werden.
Die Abläufe an Flughäfen können unterschiedlich sein
Laut The Mirror können Reisende an britischen Flughäfen mit derselben Art von Kontrolle rechnen, insbesondere an Kontrollspuren mit älteren Röntgengeräten.
Viele Flughäfen führen dreidimensionale Scanner ein, mit denen das Personal Gepäckstücke aus verschiedenen Blickwinkeln untersuchen kann. Die eingesetzte Technik kann jedoch je nach Terminal und sogar zwischen einzelnen Kontrollspuren desselben Flughafens unterschiedlich sein.
Auch die Anweisungen zur Nutzung der Kontrollwannen unterscheiden sich. Manche Reisende werden gebeten, die meisten Gegenstände im Handgepäck zu lassen, während andere bestimmte Gegenstände weiterhin vor der Kontrolle herausnehmen müssen.
The Mirror empfahl, ein Kartenspiel separat in eine Kontrollwanne zu legen, damit das Sicherheitspersonal es leichter identifizieren kann. Außerdem riet das Medium davon ab, Metallboxen zu verwenden, da diese die Beurteilung des Inhalts erschweren können.
Dieser Hinweis ist jedoch keine allgemeingültige Vorschrift der TSA, und das separate Ablegen der Karten garantiert nicht, dass eine zusätzliche Kontrolle vermieden wird. Reisende sollten den Hinweisschildern an der Sicherheitskontrolle sowie den Anweisungen des örtlichen Sicherheitspersonals folgen.
Für Reisende mit seltenen oder wertvollen Sammelkarten kann es dennoch sinnvoller sein, diese im Handgepäck statt im aufgegebenen Gepäck zu transportieren. Werden die Karten an der Sicherheitskontrolle gut sichtbar präsentiert, kann dies Missverständnisse vermeiden und zugleich dafür sorgen, dass empfindliche Gegenstände in Reichweite bleiben.
Quellen: The Mirror, Travel and Leisure