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Passwort-Mythen, an die Millionen Menschen noch immer glauben

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Passwörter gehören weiterhin zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen Hacker, doch viele Menschen folgen noch immer veralteten Ratschlägen, die die Online-Sicherheit sogar schwächen können.

Passwörter gehören weiterhin zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen Hacker, doch viele Menschen folgen noch immer veralteten Ratschlägen, die die Online-Sicherheit sogar schwächen können.

Laut BGR sind mehrere weit verbreitete Vorstellungen über Passwörter und Kontoschutz entweder irreführend oder komplett falsch.

Länge ist entscheidend

Einer der größten Mythen besagt, dass komplizierte Passwörter wichtiger seien als lange Passwörter.

Cybersicherheitsexperten sagen, dass längere Passwörter im Allgemeinen deutlich schwerer zu knacken sind als kurze, komplizierte Passwörter.

Ein Passwort mit nur acht Zeichen kann mit modernen Brute-Force-Methoden teilweise relativ schnell geknackt werden.

Längere Passwörter erhöhen die Zahl möglicher Kombinationen, die Hacker erraten müssen, erheblich.

Ständige Änderungen

Viele Menschen glauben außerdem, dass Passwörter alle paar Monate geändert werden sollten.

Einige Unternehmen zwingen Nutzer aus Sicherheitsgründen weiterhin dazu, ihre Zugangsdaten regelmäßig zurückzusetzen.

Mehrere Cybersicherheitsorganisationen argumentieren inzwischen jedoch, dass erzwungene Passwortänderungen sogar schwächere Passwörter fördern können.

Nutzer nehmen häufig nur kleine vorhersehbare Änderungen an alten Passwörtern vor, wodurch diese leichter zu erraten sind.

Zwei-Faktor-Schutz

Ein weiterer Irrglaube ist, dass starke Passwörter allein ausreichen, um Konten vollständig zu schützen.

Sicherheitsexperten empfehlen weiterhin die Zwei-Faktor-Authentifizierung als zusätzliche Schutzebene.

Selbst ein starkes Passwort kann durch Phishing-Angriffe oder Datenlecks gestohlen werden.

Zwei-Faktor-Systeme helfen dabei, unbefugten Zugriff zu verhindern, indem sie einen zweiten Bestätigungsschritt verlangen.

Passwörter aufschreiben

Menschen wird oft geraten, Passwörter unter keinen Umständen aufzuschreiben.

Einige Experten sagen jedoch, dass das sichere physische Aufbewahren von Passwörtern manchmal sicherer sein kann, als ständig schwache Passwörter wiederzuverwenden.

Die größere Gefahr besteht darin, Passwörter unvorsichtig auf Geräten oder in ungesicherten digitalen Notizen zu speichern.

Passwort-Manager gelten weiterhin allgemein als die sicherste und bequemste Lösung für die meisten Nutzer.

Wiederverwendung von Passwörtern

Einer der gefährlichsten Mythen ist, dass unwichtige Konten problemlos dieselben Passwörter verwenden können.

Hacker nutzen häufig gestohlene Zugangsdaten kleinerer Webseiten, um sich bei mehreren Plattformen anzumelden.

Auch weniger wichtige Konten können wertvolle persönliche Informationen für Phishing-Angriffe oder Identitätsdiebstahl enthalten.

Cybersicherheitsexperten empfehlen, für jedes Online-Konto starke und einzigartige Passwörter zu verwenden.

Quellen: BGR, Cloudflare, UK National Cyber Security Centre