Startseite Welt Kultüberlebende teilt Taktik zur Rettung von Verwandten aus dem MAGA-Wahnsinn

Kultüberlebende teilt Taktik zur Rettung von Verwandten aus dem MAGA-Wahnsinn

MAGA young and old
John M. Chase + Eric Rosenwald / Shutterstock

Streiten ändere selten eine tief verwurzelte Überzeugung über Nacht.

Familientreffen führen oft zu unangenehmen politischen Debatten.

Doch wenn ein geliebter Mensch beginnt, wilde Verschwörungstheorien zu wiederholen, kann eine einfache Meinungsverschiedenheit schnell herzzerreißend werden.

Experten sagen, es gebe einen besseren Weg, mit diesen angespannten Momenten umzugehen.

Erinnern Sie sich an die Person

Laut HuffPost habe der Aufstieg extremer politischer Bewegungen viele Menschen ratlos zurückgelassen, wie sie mit radikalisierten Verwandten sprechen sollten.

Steven Hassan gründete das Freedom of Mind Resource Center. Er sagte dem Medium, Familien müssten sich auf die Person konzentrieren, die sich unter den politischen Parolen verberge.

„Wenn Sie mit jemandem sprächen, der ein Verwandter oder ein Freund aus Kindertagen sei, könnten Sie sich in Gedanken daran erinnern, wer er früher gewesen sei, und sich immer wieder sagen, sie seien immer noch da“, sagte Hassan.

Er merkte an, dass das Stellen ruhiger Fragen weitaus besser funktioniere als das Beginnen eines erbitterten Streits. Hassan riet Familien, genau zuzuhören und die Antworten sanft zu wiederholen, um Vertrauen aufzubauen.

Einen Samen säen

Die Kultüberlebende Daniella Mestyanek Young teilte ebenfalls ihren Rat mit HuffPost. Sie erklärte, dass viele Menschen in Fehlinformationen gerieten, einfach weil sie sich einsam oder ängstlich fühlten.

Streiten ändere selten eine tief verwurzelte Überzeugung über Nacht. Stattdessen schlug Young vor, sanften Widerstand mit ruhiger und höflicher Sprache zu leisten.

„Es sei unwahrscheinlich, dass Sie deren Meinung mit einer einzigen Nachricht änderten“, sagte Young gegenüber HuffPost. Sie fügte hinzu, Freunde könnten dennoch einen Samen des Zweifels säen, wenn sie mit Mitgefühl statt mit harscher Wut reagierten.

Zu wissen, wann man gehen sollte, sei ebenso wichtig. Wenn ein Gespräch feindselig werde, hätten Experten gesagt, Sie hätten jedes Recht, klare Grenzen zu setzen, um Ihren eigenen Frieden zu schützen.

Eine entscheidende Verbindung

Sich aus einer toxischen Debatte zurückzuziehen, bedeute nicht, dass man die Person vollständig abschneiden müsse. Eine kleine Verbindung aufrechtzuerhalten, helfe ihnen oft, später einer extremistischen Gruppe zu entkommen.

Eine radikale Bewegung zu verlassen, zwinge eine Person zuzugeben, dass sie getäuscht wurde. Diese intensive Scham halte sie gefangen.

Young sagte der Publikation, eine einfache Geburtstagsnachricht könne schließlich als Rettungsanker dienen. Sie zeige dem isolierten Verwandten, dass er immer noch ein sicheres Zuhause habe.

„Selbst wenn Sie es nur schafften, eine Geburtstags-SMS zu senden oder ein Foto ihres Hundes zu kommentieren, könne dieser Verbindungsfaden eines Tages das sein, womit sie sich wieder herausarbeiteten“, sagte sie.

Quellen: HuffPost