Gäste des St. Petersburger Wirtschaftsforums sehen sich mit einer höchst ungewöhnlichen Anforderung konfrontiert
Hochrangige Wirtschaftsgipfel konzentrieren sich normalerweise auf Handelsabkommen, globale Investitionen und Networking bei Kaffee.
Doch hinter den Kulissen großer internationaler Zusammenkünfte legt das Gastgeberland oft unerwartete Regeln fest, denen alle folgen müssen.
Für ein bevorstehendes globales Ereignis erfordert der Eintritt eine gewisse medizinische Überprüfung.
Strenger Einlass
Gäste des St. Petersburger Wirtschaftsforums sehen sich diese Woche mit einer höchst ungewöhnlichen Anforderung konfrontiert. Um überhaupt in die Nähe des Hauptgeschehens zu gelangen, müssen Besucher zunächst einer gründlichen medizinischen Untersuchung zustimmen.
Dies ist definitiv keine gewöhnliche Temperaturkontrolle an der Tür.
Einem Bericht von Business Insider zufolge verlangen die Organisatoren von jedem einzelnen Teilnehmer vollständige PCR-Tests, bevor dieser sich auf dem Gelände bewegen darf.
Diese intensiven Laborabstriche dienen dazu, auf Coronaviren, Standardgrippe und eine Vielzahl anderer Atemwegserkrankungen zu testen.
Es gibt einen entscheidenden Haken. Die Teilnehmer können nicht einfach eine schnelle Unbedenklichkeitsbescheinigung von ihren persönlichen Ärzten oder lokalen Kliniken vorlegen. Stattdessen müssen alle die offiziellen Labore vor Ort nutzen.
Das goldene Ticket
Ein negatives Testergebnis ist das Einzige, was einen offiziellen Einlasspass aktiviert. Ohne diesen sind Besucher vollständig ausgeschlossen.
Die strengen Gesundheitskontrollen stehen in direktem Zusammenhang mit Wladimir Putins mit Spannung erwarteter Rede am Freitag. Business Insider berichtete, dass der russische Staatschef für diese wichtige Präsentation die Bühne mit einer ausgewählten Gruppe ausländischer VIPs teilen wird.
Der chinesische Vizepräsident Han Zheng wird ihn bei der hochkarätigen Podiumsdiskussion begleiten. Die tansanische Präsidentin Samia Hassan Suluhu und der usbekische Präsident Shavkat Mirziyoyev reisen ebenfalls an, um an der Diskussion teilzunehmen. Andere Forenveranstaltungen sind vollständig ausgenommen.
Ein isolierter Staatschef
Diese intensiven Vorsichtsmaßnahmen passen zu einem bekannten historischen Muster des Kremls. Während der gesamten Pandemie isolierte sich der russische Staatschef bekanntermaßen von der Öffentlichkeit und seinen eigenen Mitarbeitern.
Damals mussten Besucher Wochen in strenger Quarantäne verbringen, bevor sie ein Treffen erhielten. Sie sahen sich auch endlosen Tests gegenüber.
Obwohl die globale Gesundheitsnotlage längst abgeklungen ist, hat der russische Staatschef seine strengen Regeln fest beibehalten. Für die globale Elite ist ein sauberer Abstrich die ultimative Sicherheitsfreigabe.
Quellen: Business Insider