SEC untersucht OpenAI wegen möglicherweise irreführender Investorenkommunikation

Geschrieben von Jasper Bergmann

12 Wochen vor

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29/02/2024
Foto: jamesonwu1972 / Shutterstock.com
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SEC untersucht OpenAI wegen möglicherweise irreführender Investorenkommunikation.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) hat eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, ob Investoren durch interne Mitteilungen von OpenAI, insbesondere durch solche des CEOs Sam Altman, in die Irre geführt wurden. Diese Untersuchung rückt die Praktiken der Unternehmensführung und Offenlegung des Unternehmens hinter ChatGPT ins Rampenlicht.

Untersuchung ausgelöst durch Führungskontroverse

Die Untersuchung wurde durch Ereignisse im November ausgelöst, als Altman vorübergehend aus seiner Führungsrolle entfernt wurde. Als Hauptgrund für seine anfängliche Entlassung wurde das öffentlich geäußerte Misstrauen des Vorstands in Altmans Transparenz genannt. Seine schnelle Wiedereinsetzung folgte nach der Drohung eines Massenrücktritts der 750 Mitarbeiter des Unternehmens, was interne Turbulenzen und deren potenziellen Einfluss auf die Wahrnehmung durch Investoren zeigt.

Sam Altmans Rolle und SEC-Ermittlung

Altman, der nach einer kurzen Unterbrechung in seine Position als CEO zurückkehrte, steht im Mittelpunkt der Untersuchung der SEC. Die Ermittlung vertieft sich in E-Mails und interne Aufzeichnungen, um zu ergründen, ob Investoren möglicherweise irreführende Informationen erhalten haben. Bemerkenswerterweise hat die Untersuchung der SEC, wie vom Wall Street Journal berichtet, bisher keine spezifisch irreführenden Aussagen von Altman identifiziert.

Globale Auswirkungen und regulatorische Aufmerksamkeit

Vor diesem Hintergrund hat OpenAI seinen Wert auf 80 Milliarden Dollar steigen sehen, angetrieben durch den weltweiten Erfolg von ChatGPT seit dessen Einführung im November 2022. Trotz seines kommerziellen Erfolgs sieht sich OpenAI nicht nur mit der Prüfung durch die SEC konfrontiert, sondern auch mit der Aufmerksamkeit anderer regulatorischer Stellen in den Vereinigten Staaten und im Ausland.

  • Die US-Handelskommission Federal Trade Commission untersucht die Wettbewerbsauswirkungen von AI-Investitionen durch OpenAI und andere Technologiegiganten wie Amazon und Googles Alphabet.

  • Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde Competition and Markets Authority prüft die Partnerschaft zwischen OpenAI und Microsoft und hebt internationale Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs auf dem Markt und der AI-Governance hervor.