Die rund 145 Kilometer Wasser zwischen Florida und Havanna sind seit über einem halben Jahrhundert von Misstrauen geprägt.
Jahrzehnte des Kalten Krieges und Wirtschaftsembargos führten zu einer tiefen Eiszeit, die selten auftaut.
Nun heizt sich diese historische Spannung erneut auf.
Ein belebter Himmel
Seit Anfang Februar ist der Luftraum vor der Küste Kubas überraschend belebt. Amerikanische Militärflugzeuge fliegen nun täglich reguläre Routen durch Gebiete, die sie früher völlig ignorierten.
Laut *CNN*, zitiert von Digi24, zeigen öffentliche Flugdaten mindestens 25 Aufklärungsmissionen seit Anfang Februar. Der Großteil der Flugaktivitäten konzentriert sich direkt vor Havanna und Santiago de Cuba.
Die Flotte umfasst P-8A Poseidon Patrouillenflugzeuge, hochfliegende MQ-4C Triton Drohnen und spezialisierte RC-135V Rivet Joint Flugzeuge. Auf Nachfrage zu dem erhöhten Flugaufkommen lehnten Verteidigungsbeamte des Pentagons jeglichen Kommentar zu den Operationen ab.
Das Muster beobachten
Dieses plötzliche Interesse aus der Luft kommt internationalen Beobachtern sehr bekannt vor. *CNN* weist darauf hin, dass Washington genau dieses militärische Vorgehen in diesem Jahr bereits zweimal angewendet hat.
Beobachter verzeichneten einen massiven Anstieg der Spionageflugzeugaktivität, kurz bevor amerikanische Streitkräfte im Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen nahmen. Das Muster wiederholte sich Wochen später, bevor das US-Militär für eine größere Operation in den Iran einmarschierte.
Diese neuen Flüge passen zu einem deutlichen Tonwechsel des Weißen Hauses. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Havanna haben sich drastisch verschlechtert, seit Donald Trump im Jahr 2025 die Präsidentschaft wieder übernommen hat.
Die Insel unter Druck setzen
Der amerikanische Präsident verbreitete kürzlich einen Sozialmediapost, in dem er vorhersagte, er werde ein „freies Havanna“ besuchen, bevor seine Amtszeit ende. Nur wenige Tage später ordnete er eine strikte Seeblockade für Schweröllieferungen an die Insel an.
*Digi24* berichtet, dass diese aggressive Treibstoffverknappung schwere Stromausfälle und eine massive Energiekrise ausgelöst hat. Die lokale Regierung in Havanna kämpft verzweifelt darum, die Stromversorgung für ihre Bürger aufrechtzuerhalten.
Trump scheint angesichts des wachsenden Drucks völlig zuversichtlich. Er behauptete kürzlich, die kubanische Führung habe „große Probleme“ und erklärte, Amerika sei auf eine „freundliche Übernahme“ vorbereitet.
Quellen: Digi24, CNN