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Kritiker enthüllt Trumps „Spickzettel“: „Er sagt ihm, was er tun soll“

Donald Trump
The White House / Wiki Commons

Beobachter konzentrierten sich schnell auf das detaillierte Papier in der Hand des Präsidenten.

In politischen Auseinandersetzungen verschieben sich die Regeln des Engagements oft je nachdem, wer im Rampenlicht steht.

Was bei einem Anführer als schwerwiegender Mangel verurteilt wird, kann bei einem anderen leicht als unbedeutend abgetan werden.

Doppelmoral ist zur gängigen Praxis geworden.

Notizen lesen

Bei einem kürzlichen Treffen im Oval Office hielt Präsident Donald Trump eine Reihe von Notizzetteln seiner Mitarbeiter in den Händen. Das Treffen fand statt, um einen jungen Rettungsschwimmer und ein vor der Küste Kaliforniens gerettetes Kind zu ehren.

Doch Beobachter konzentrierten sich schnell auf das detaillierte Papier in der Hand des Präsidenten.

Die Situation zog scharfe Kritik des progressiven Kommentators David Pakman in einer Podcast-Episode auf sich, die von Raw Story zitiert wurde. Pakman bemerkte, dass die Karten „Fotos der beiden Gäste“ sowie „Terminanweisungen“ für die Veranstaltung enthielten.

„Es gibt legitime Gründe, Donald Trumps Eignung zu prüfen“, sagte Pakman. Er fügte hinzu, dass „60 Prozent der Wähler nicht glauben, dass er die geistige Schärfe besitze, um Präsident zu sein.“

Für Pakman warf der Anweisungszettel sofort Fragen zur Bereitschaft auf. „Er sagt Trump, was er tun und was er sagen soll“, erklärte Pakman. Er fragte: „Kann sich Donald Trump nicht einmal daran erinnern, wer zwei Personen sind?“

Die Doppelmoral

Das zentrale Problem für Kritiker ist, wie unterschiedlich ähnliche Situationen in der Vergangenheit behandelt wurden. Als der ehemalige Präsident Joe Biden sich auf Notizzettel verließ, führten konservative Kommentatoren diese routinemäßig als Beweis für einen Verfall an.

Pakman erinnerte sich, wie rechte Medien diese früheren Momente als medizinische Notfälle behandelten. „Das ist genau die Art von Sache, bei der Republikaner früher sagten, Biden habe Demenz“, so Pakman.

Er erinnerte sich, wie Fernsehmoderatoren Fotos rot einkreisten und Bidens Bewusstsein infrage stellten. Pakman fügte hinzu, dass „einige in Ungnade gefallene Fernsehärzte aus fast 4.800 Kilometern Entfernung fortgeschrittene Demenz diagnostizieren würden.“

Regeländerung

Dieser Kontrast in den politischen Reaktionen unterstreicht ein wiederkehrendes Thema in der modernen politischen Debatte. Kritiker argumentieren, dass parteiische Kommentatoren ihre Standards austauschen, wann immer die Führung wechselt.

„Wenn es dies bei Joe Biden bewiesen hat, muss es diesen Leuten zufolge auch bei Donald Trump beweisen“, betonte Pakman.

„Was dies beweist, ist, dass diese Republikaner ihren eigenen dummen Standards nicht glauben“, sagte Pakman. „Denn als Biden eine Karte hielt, war es ein nationaler Notfall. Und wenn Trump eine hält, ist er ein sehr beschäftigter Mann.“

Quellen: Raw Story, David Pakman, Reuters