Offizielle veranstalteten simultane Eröffnungszeremonien per Videoschaltung.
Wenn Nachbarn eine neue Straße zwischen ihren Häusern bauen, erwarten sie, sich viel öfter zu sehen.
Dieselbe grundlegende Logik gilt für internationale Grenzen, selbst wenn die beiden beteiligten Länder zu den verschwiegensten der Welt gehören.
Eine brandneue Überquerung wurde gerade eröffnet, und sie signalisiert eine große Veränderung.
Eine physische Verbindung
Russland und Nordkorea haben am Montag offiziell ihre erste gemeinsame Automobilbrücke eingeweiht. Die neue Route überspannt den Fluss Tumen und verbindet die russische Stadt Chassan mit der nordkoreanischen Stadt Rason.
Sie erstreckt sich über einen Kilometer und verfügt über zwei Fahrspuren. Laut einer russischen Regierungsmitteilung, über die der Daily Express berichtete, kann die Überquerung täglich bis zu 300 Fahrzeuge bewältigen.
Die beiden Nationen teilen bereits Flugverbindungen und eine Eisenbahnverbindung. Doch dieses neue Straßenprojekt, das 2024 vereinbart wurde, schafft einen direkten Weg für Lastwagen und Autos über die Grenze.
Frustrationen auf dem Weg
Der Bauprozess war hinter den Kulissen von viel Reibung geprägt. Tatsächlich drängten Beamte in Pjöngjang aggressiv darauf, die Route bis Anfang Juni zu eröffnen.
Sie wollten den zweiten Jahrestag eines wichtigen strategischen Vertrags zwischen den beiden Nationen feiern. Der Daily Express hatte zuvor berichtet, dass Pjöngjang seine Seite der Brücke trotz erheblicher Materialengpässe fertigstellte.
Moskau scheiterte daran, seine Hälfte pünktlich fertigzustellen. Diese Verzögerung soll die nordkoreanische Seite Anfang dieses Sommers sehr frustriert haben.
Vertiefung der militärischen Beziehungen
Nachdem der Beton endlich gegossen ist, feiern die Staats- und Regierungschefs beider Seiten diesen Meilenstein. Offizielle veranstalteten simultane Eröffnungszeremonien per Videoschaltung.
Der russische Premierminister Michail Mischustin äußerte sich optimistisch über die Zukunft.
Er erklärte: „Ich bin überzeugt, dass der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur nahe der Grenze einen mächtigen Schub für die weitere Entwicklung der Handels-, Wirtschafts-, Technologie-, Wissenschafts- und Kulturzusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und der Demokratischen Volksrepublik Korea geben wird“, so der Daily Express.
Der nordkoreanische Premierminister Pak Thae Song schloss sich diesem positiven Ton an. Die offizielle Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur zitierte ihn mit den Worten, das Projekt sei „ein bedeutendes Ereignis, das der gesamten bilateralen Zusammenarbeit eine neue dynamische Bewegung verleiht“, wie der Daily Express berichtete.
Hinter den diplomatischen Reden verbirgt sich eine wachsende militärische Partnerschaft. Nordkorea entsendet derzeit Truppen und Munition zur Unterstützung der russischen Streitkräfte in der Ukraine und erhält im Gegenzug militärische und wirtschaftliche Hilfe.
Quellen: Daily Express, russische Regierung, KCNA