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Russische Sanitäter werden aufgrund von Truppenmangel gezwungen, an der Front zu kämpfen, berichten Partisanen

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Sergey Nikonov / Shutterstock.com

Dem Bericht zufolge zwingen die erhöhte Reichweite und der verstärkte Einsatz ukrainischer Drohnen russische Kommandeure dazu, alternative Methoden zur Kompensation ihrer Verluste anzuwenden.

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Russische Streitkräfte sollen Berichten zufolge Personal an der südlichen Front umschichten, während sich der Druck auf dem Schlachtfeld verschärft.

Nach Angaben der ukrainischen Partisanenbewegung Atesh haben Militärkommandeure damit begonnen, medizinisches Personal angesichts steigender Verluste an der Front in der Südukraine in Kampfrollen zu versetzen.

Mit Atesh verbundene Agenten innerhalb des in der Region Cherson eingesetzten 28. motorisierten Schützenregiments Russlands berichten, dass Therapeuten, Sanitäter und Krankenpfleger in Frontgräben versetzt wurden.

Auch Mitglieder von Evakuierungseinheiten erhalten demnach Gewehre und werden zum Kampf eingesetzt, berichtete die Bewegung unter Berufung auf Quellen innerhalb des Regiments.

Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Moskau hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert.

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Breitere Versorgungsprobleme

Der ukrainische Geheimdienst hatte zuvor berichtet, dass verwundete Kämpfer aus den selbsternannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk Schwierigkeiten haben, innerhalb Russlands medizinische Behandlung zu erhalten.

Ein Bataillon der Union der Donbas-Freiwilligen habe nahe Awdijiwka schwere Verluste erlitten, jedoch keine angemessene medizinische Versorgung erhalten können, so Geheimdienstquellen.

Frontverbände sehen sich zudem mit Kommunikationsstörungen infolge gemeldeter Ausfälle des Starlink-Satelliteninternets konfrontiert.

Bemühungen, Ersatzsysteme zu finden, seien bislang erfolglos geblieben, so dieselben Quellen.

Zunehmende Belastung auf dem Schlachtfeld

Einem Bericht von Atesh zufolge erfolgt die Umstrukturierung in der Südukraine zu einem Zeitpunkt, da ukrainische Drohnenoperationen ausgeweitet werden und den Druck auf russische Stellungen erhöhen.

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„Vor dem Hintergrund der stark zunehmenden Aktivität ukrainischer unbemannter Luftfahrzeuge, die nach Angaben russischer Soldaten selbst innerhalb einer 25-Kilometer-Zone ‚überall und ständig‘ auftauchen, steigt die Zahl der Verwundeten täglich. Doch es gibt niemanden, der sie behandelt oder evakuiert“, berichtet Atesh.

Die Gruppe erklärt, dass sowohl Kampf- als auch Nichtkampfverluste infolge des Mangels an medizinischem Personal zunehmen.

Russische Soldaten beklagen laut der Bewegung seit Längerem eine unzureichende Versorgung an der Front; einige sollen angeblich monatelang ohne notwendige Behandlung oder frische Verbände auskommen müssen.

Quellen: Atesh-Bewegung, Berichte des ukrainischen Geheimdienstes

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