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Putin-Verbündeter nennt US-Iran-Krieg „gute Nachricht“ und verweist auf wirtschaftlichen Vorteil für Russland

Putin-Verbündeter nennt US-Iran-Krieg „gute Nachricht“ und verweist auf wirtschaftlichen Vorteil für Russland
Duma.gov.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Ein hochrangiger russischer Abgeordneter hat angedeutet, dass die eskalierenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran Moskau wirtschaftliche Vorteile verschaffen könnten.

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Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Instabilität im Nahen Osten nach militärischen Aktionen der USA und Israels.

Kurzfristige Gewinne

Anatoli Wasserman, Abgeordneter der Staatsduma und Verbündeter von Präsident Wladimir Putin, sagte russischen Medien, ein Konflikt zwischen Washington und Teheran könne Russland vorübergehend in die Hände spielen.

„Ich denke, kurzfristig werden die Folgen für uns positiv sein“, sagte Wasserman.

„Es ist klar, dass dieser Konflikt zu steigenden Ölpreisen führen wird.“

In Kommentaren gegenüber dem russischen Medium MK fügte er hinzu: „Auch wenn Öl inzwischen nur noch etwa ein Achtel unserer Exporterlöse ausmacht, bringen seine Verkäufe dennoch erhebliche Einnahmen.“

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Langfristige Risiken

Trotz des Hinweises auf mögliche wirtschaftliche Vorteile warnte Wasserman, dass sich die geopolitische Lage insgesamt komplizierter entwickeln könnte.

„Iran ist in gewissem Maße Teil der BRICS-Gruppe. Nicht vollständig, aber es nimmt an vielen Konsultationen der Gruppe teil.“

„Das könnte dem Ruf der gesamten Gruppe schaden. Auch wenn BRICS nicht direkt in militärische Angelegenheiten verwickelt ist, wird von den Großmächten innerhalb der Gruppe erwartet, dass sie Stärke zeigen.“

BRICS, ursprünglich von Brasilien, Russland, Indien und China gegründet und später um Südafrika sowie in den vergangenen Jahren um mehrere neue Mitglieder erweitert, versteht sich als alternative Plattform zu westlich geführten Institutionen.

Ungewisser Ausblick

Wasserman erklärte, es sei weiterhin schwer vorherzusagen, wie sich die Lage entwickeln werde, und warnte, dass die Vereinigten Staaten und Israel vor erheblichen Herausforderungen stehen könnten, falls sich die Kampfhandlungen in die Länge ziehen.

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„Eine Zeit lang werden die Kämpfe andauern“, sagte er. „Aber ich weiß nicht, wie lange ihre Raketenbestände in der Region reichen werden.“

Er ergänzte: „Nach verschiedenen Schätzungen könnten die USA und Israel rund tausend Langstreckenraketen gelagert haben, die Iran erreichen können. Zudem sollen sie über ein paar Tausend Flugabwehrraketen verfügen, um Gegenangriffe abzufangen.

„Aber wenn sie all diese aufbrauchen und Iran standhält, dann werden sie vor sehr großen Problemen stehen.“

Die Äußerungen spiegeln die Debatte in Russland darüber wider, wie sich die Entwicklungen im Nahen Osten auf die globalen Energiemärkte und Bündnisse auswirken könnten.

Quellen: Russisches Medium MK, Daily Star

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