Ukrainische Streitkräfte haben im Februar 2026 mehr Gebiet erobert, als sie an Russland verloren haben, erklärte Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj am 2. März.
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Die Erklärung erfolgt vor dem Hintergrund, dass sich die russischen Vorstöße an weiten Teilen der Front in den Wintermonaten verlangsamt haben, während ukrainische Truppen ihre Operationen in Teilen des Südens intensivierten.
„Wir haben diese schwierige ‚Schlacht des Winters‘ überstanden“, schrieb Syrskyj und fügte hinzu, dass der Februar die relativ stärkste territoriale Entwicklung der Ukraine seit dem Vorstoß in Russlands Oblast Kursk im Sommer 2024 markiert habe, berichtet der Kyiv Independent.
Verschiebungen an der Südfront
Nach Angaben aus Kyjiw sind ukrainische Einheiten entlang von Abschnitten der südlichen Frontlinie vorgerückt, insbesondere dort, wo die Oblaste Saporischschja und Dnipropetrowsk aneinandergrenzen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am 21. Februar, ukrainische Streitkräfte hätten im Rahmen einer Gegenoffensive 300 Quadratkilometer befreit.
Eine unabhängige Überprüfung territorialer Veränderungen ist jedoch zunehmend schwierig geworden, da sich die Kämpfe intensivieren und die Frontlinien in Bewegung bleiben.
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Im Februar verbreitete Open-Source-Videos zeigten ukrainische Truppen bei Angriffen in umkämpften Gebieten ohne bedeutende natürliche Verteidigungsmerkmale.
Krieg in der Grauzone
Militäranalysten beschreiben den südlichen Sektor als weitläufige „Grauzone“, in der beide Seiten Infiltrations- und Säuberungsoperationen durchführen.
Das Open-Source-Kartierungsprojekt Deep State berichtete, dass russische Vorstöße in den Oblasten Saporischschja und Dnipropetrowsk weitgehend ins Stocken geraten seien, Moskau jedoch besorgniserregende Geländegewinne nahe der besetzten Stadt Siwersk in der Oblast Donezk erzielt habe.
Die dynamische Lage auf dem Schlachtfeld bedeutet, dass viele Operationen kurzfristige Positionsverschiebungen statt groß angelegter Durchbrüche umfassen.
Weitere Entwicklungen
In separaten Meldungen vom 2. März:
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Quellen: Kyiv Independent, Deep State