Immer mehr Paare in Russland greifen vor der Ehe zu Eheverträgen, was wachsende Sorgen über mögliche Rechtsstreitigkeiten um Eigentum und Vermögenswerte widerspiegelt, falls Beziehungen scheitern.
Gerade lesen andere
Neue Daten zeigen einen starken Anstieg solcher Verträge. Anwälte sagen, viele Menschen wollten die komplizierten Streitigkeiten vermeiden, die häufig bei prominenten Scheidungen zu sehen sind.
Laut Berichten, auf die sich Mash beruft, hat sich die Zahl der in Russland unterzeichneten Eheverträge in den vergangenen drei Jahren verfünffacht.
Promi-Scheidungen beeinflussen den Trend
Anwälte sagen, dass öffentlichkeitswirksame Trennungen bekannter russischer Persönlichkeiten eine Rolle bei der Veränderung der Einstellung zu Eheverträgen gespielt haben.
Mehrere viel diskutierte Trennungen betrafen Prominente wie den Filmemacher Fjodor Bondartschuk und die Schauspielerin Paulina Andrejewa, den Schauspieler Mark Bogatyrjow und Tatjana Arntgolts sowie den Fernsehmoderator Dmitri Dibrow und Polina Dibrowa.
Weitere berichtete Trennungen betreffen Andrej Merzlikin und Anna Osokina, den Sänger Jaroslaw Dronow, bekannt als Shaman, und Jelena Martynowa sowie den Rapper Dzhigan und die Influencerin Oksana Samoilowa.
Lesen Sie auch
Diese Fälle ziehen häufig große mediale Aufmerksamkeit auf sich, da es Streitigkeiten über Eigentum und Finanzen gibt.
Starker Anstieg der Verträge
Während die Zahl der Eheschließungen im Jahr 2025 nur moderat zunahm, wuchs die Nutzung von Eheverträgen deutlich.
Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der bei Standesämtern registrierten Ehen im vergangenen Jahr um etwa 5 Prozent.
Im Gegensatz dazu erhöhte sich die Zahl der Eheverträge um rund 235 Prozent und erreichte etwa 146.000 Vereinbarungen.
Rechtliche Vorsicht
Familienanwälte sagen, der Trend spiegele den Wunsch wider, langwierige Rechtsstreitigkeiten über gemeinsames Vermögen zu vermeiden.
Lesen Sie auch
Laut den im Bericht zitierten Rechtsexperten ziehen es Paare zunehmend vor, finanzielle Fragen im Voraus zu regeln, anstatt später Gerichtsverfahren über Immobilien, Besitz oder sogar Haustiere zu riskieren.
Gleichzeitig sehen Notare Berichten zufolge mehr Fälle mit Verdacht auf Betrug. Die Zahl der Weigerungen, Dokumente zu beglaubigen, ist etwa um das Zweieinhalbfache gestiegen.
Quellen: Mash