Während sich die Kämpfe nahe der östlichen Frontlinie der Ukraine intensivieren, riskieren einige Bewohner ihr Leben, um nicht nur Menschen, sondern auch von dem Krieg zurückgelassene Tiere zu retten. Ein freiwilliges Ehepaar konnte Dutzende verletzte und ausgesetzte Haustiere aus der umkämpften Stadt Kostjantyniwka evakuieren.
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Die Rettung wurde in einem Videobericht von The New Voice of Ukraine (NV) dokumentiert, der die Freiwillige Aljona Owtscharenko und ihren Ehemann während der Evakuierung begleitete.
Trotz der ständigen Bedrohung durch russische Drohnenangriffe transportierte das Paar Tiere aus der Stadt, während die Frontlinie näher rückte.
Rettung unter Beschuss
Laut Owtscharenko waren viele der Tiere in ihrem Tierheim während des Krieges verletzt worden oder litten an gesundheitlichen Problemen.
„Es gab Hunde, die verwundet waren, Gehirnerschütterungen hatten oder an Epilepsie litten. Die Jungs brachten sehr unterschiedliche Tiere“, sagte sie.
Vor der umfassenden russischen Invasion kümmerte sich die Freiwillige um etwa 20 Tiere. Mit der Verschärfung des Konflikts füllte sich das Tierheim jedoch schnell mit zurückgelassenen Haustieren.
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Während der Evakuierungsaktion gelang es dem Paar, 64 Hunde und 117 Katzen aus der Gefahrenzone zu bringen.
Neues Zuhause für das Tierheim
Die Tiere wurden in ein Haus umgesiedelt, das das Paar in Balaklija gekauft hat, wo es mehr Platz und eine ruhigere Umgebung gibt.
Dem Bericht zufolge transportierte das Paar nicht nur die Tiere, sondern baute auch Gehege, Hundehütten und sogar den Boden des ehemaligen „Katzenhauses“ in Kostjantyniwka ab und nahm sie mit.
Die Versorgung der Tiere übernehmen sie nun vollständig selbst.
Weiterhin Unterstützung nötig
Owtscharenko sagte, dass das Tierheim weiterhin Unterstützung benötigt, insbesondere für Heizung, Futter und Tierarztmedikamente.
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Selbst während des Krieges haben einige der geretteten Tiere bereits neue Zuhause gefunden.
Die Freiwillige hofft, dass mehr Menschen das Tierheim unterstützen, damit die Tiere weiterhin versorgt werden können.
Quellen: The New Voice of Ukraine (NV)