Politik und scharfer Humor standen bei der diesjährigen Verleihung der Academy Awards im Mittelpunkt. Mehrere Momente während der Show enthielten Witze und Aussagen, die sich gegen politische Persönlichkeiten, globale Konflikte und Prominente richteten.
Gerade lesen andere
Moderator Conan O’Brien lieferte einige der pointiertesten Bemerkungen des Abends und verband Satire mit Kommentaren zu aktuellen Ereignissen, berichtet TV 2 News.
Witze über Trump
Während der Übertragung richtete O’Brien mehrere Witze gegen US-Präsident Donald Trump.
Als er das Publikum nach einer Pause wieder begrüßte, machte der Komiker einen Scherz über den Namen des Veranstaltungsortes.
Welcome back. We’re here live from the „Has a Small Penis Theater“, sagte O’Brien und fügte hinzu: Let’s see him put his name in front of it!
Laut TV 2 News wurde der Witz weithin als Anspielung auf die Umbenennung des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in das Trump-Kennedy Center interpretiert.
Lesen Sie auch
Später in der Show machte auch Fernsehmoderator Jimmy Kimmel einen Kommentar über Trump, als er den Preis für den besten Dokumentarfilm präsentierte.
„Oh man, he’s going to be pissed that his wife isn’t nominated for this one.“
Die Bemerkung bezog sich auf eine Dokumentation über Melania Trump.
Politische Botschaften auf der Bühne
Die Zeremonie enthielt auch mehrere politische Statements von Gästen und Präsentatoren.
Schauspieler Javier Bardem trug ein Abzeichen mit der Aufschrift „No a la Guerra“ („Nein zum Krieg“), das er nach eigenen Angaben bereits während der Proteste gegen den Irakkrieg im Jahr 2003 getragen hatte.
Lesen Sie auch
Während der Veranstaltung verwies Bardem auf aktuelle Konflikte und begann später seine Rede zur Ankündigung des Preises für den besten internationalen Film mit den Worten:
„No war. Liberate Palestine“
An anderer Stelle erschien die amerikanische Autorin und Aktivistin Glennon Doyle mit einer Tasche, auf der der Schriftzug „Fuck Ice“ zu sehen war – eine Anspielung auf die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement).
Spott über Chalamet-Kontroverse
Ein weiterer satirischer Moment richtete sich gegen Schauspieler Timothée Chalamet nach jüngster Kritik an seinen Äußerungen über klassische darstellende Künste.
Chalamet hatte zuvor gesagt, er wolle Oper und Ballett nicht unterstützen, da er diese nicht „am Leben erhalten“ wolle – eine Aussage, die Kritik von Künstlern aus diesen Bereichen auslöste.
Lesen Sie auch
O’Brien griff die Kontroverse während seines Eröffnungsmonologs auf.
„Security is extremely high tonight. I’ve been told there are concerns about attacks from both the opera and ballet communities. They’re upset that they forgot about the jazz community,“ sagte O’Brien.
Die Bemerkung sorgte für Gelächter im Publikum und unterstrich die Mischung aus Unterhaltung und politischem Kommentar, die den Abend prägte.
Quelle: TV 2 News