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Ungarn wird beschuldigt, Informationen an Russland weitergegeben zu haben – nun wird das Land von sensiblen Gesprächen in der EU ausgeschlossen

EU, Hungary, Viktor Orban
Shutterstock.com

Diplomaten berichten POLITICO, dass der ungarische Außenminister im Verdacht steht, Informationen weitergegeben zu haben.

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Es ist nichts Neues, dass Ungarn stärker mit dem Kreml verbunden ist als die meisten anderen europäischen Länder.

Neu ist jedoch, dass ungarische Minister möglicherweise als Spione im Auftrag Putins agieren.

Laut einem Bericht der Washington Post kontaktierte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow während der Pausen bei Treffen mit anderen EU-Mitgliedstaaten und gab möglicherweise sensible Informationen an den Kreml weiter.

In einem Bericht der ungarischen Nachrichtenagentur Telex wies Péter Szijjártó den Bericht der Washington Post zurück und bezeichnete ihn als „völlig falsche, proukrainische Propaganda“.

Doch nun teilten mehrere EU-Diplomaten POLITICO mit, dass Ungarns Zugang zu vertraulichen Informationen eingeschränkt wurde, da befürchtet wird, dass diese Moskau erreichen könnten.

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Wachsende Bedenken

Beamte teilten POLITICO mit, dass zunehmend alternative diplomatische Gruppierungen genutzt werden, um Risiken zu umgehen. Dazu gehören kleinere Allianzen wie das Weimarer Dreieck oder nordisch-baltische Formate.

Der ehemalige litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis sagte, Vorsichtsmaßnahmen würden seit Jahren getroffen. „Wir haben nur in formellen Begriffen gesprochen und sind später auseinandergegangen, um ohne Ungarn über die erreichbaren Ziele des Gipfels zu sprechen“, sagte er.

Ähnliche Schritte wurden Berichten zufolge im Vorfeld des NATO-Gipfels 2023 unternommen, um den Zugang Ungarns zu sensiblen Diskussionen einzuschränken.

Der polnische Premierminister Donald Tusk äußerte öffentlich seinen Verdacht und schrieb auf X: „Die Nachricht, dass Orbáns Leute Moskau detailliert über die Sitzungen des EU-Rates informieren, sollte niemanden überraschen.“

Artikel wird unten fortgesetzt.

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Trotz der Vorwürfe sagten Diplomaten, dass vor den ungarischen Wahlen am 12. April keine formellen EU-Maßnahmen erwartet werden, da man befürchtet, die Wahl zu beeinflussen.

Entscheidende Wahl steht bevor

Es kommt nicht oft vor, dass eine Wahl in Ungarn globale Aufmerksamkeit erregt, aber zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt besteht die reale Möglichkeit, dass Ministerpräsident Viktor Orbán die Macht in dem osteuropäischen Land verliert.

Laut dem Wahl-Tracker von POLITICO liegt Orbáns Regierungspartei Fidesz seit Dezember 2024 in den Umfragen zurück.

Quellen: POLITICO, Washington Post, Telex, Post auf X von Donald Tusk

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