Eine Welle ungewöhnlicher Wetterereignisse in den Vereinigten Staaten lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf Klimafragen. Von Hitzewellen über Schnee bis hin zu starkem Regen sind die Gegensätze der Wetterbedingungen besonders auffällig.
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Wissenschaftler sagen, dass das Muster mehr als nur saisonale Veränderungen widerspiegeln könnte.
Extreme im Wechsel
Laut The Guardian kam es in den USA in diesem März zu Überschwemmungen auf Hawaii, seltenem Schneefall in Alabama und starken Temperaturschwankungen im Nordosten.
Gleichzeitig wurde die Westküste von einer schweren Hitzewelle erfasst.
Meteorologen weisen darauf hin, dass der März typischerweise unberechenbar ist, mit schnellen Wechseln zwischen warmen und kalten Bedingungen.
„Das Wetter hat sich weitgehend so verhalten, wie ich es erwartet habe“, sagte Jon Nese von der Penn State University.
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Rolle des Jetstreams
Experten sehen den Jetstream als einen zentralen Faktor hinter den gleichzeitigen Extremen.
Diese schnell strömende Luftschicht kann bei Instabilität gegensätzliche Wettermuster in verschiedenen Regionen erzeugen.
„Die Hitzewelle im Westen, die gleichzeitig mit einer starken Abkühlung im Osten auftritt – diese beiden Dinge hängen zusammen“, sagte Nese.
Solche Schwankungen sind nicht ungewöhnlich, doch ihre Intensität sorgt für Aufmerksamkeit.
Rekordhitze
Die besorgniserregendste Entwicklung ist laut Wissenschaftlern das Ausmaß der Hitze im Westen der USA.
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Bundesstaaten wie Kalifornien, Nevada und Arizona verzeichnen ungewöhnlich hohe Temperaturen, wobei einige Rekorde gebrochen werden könnten.
„Das sind wirklich beispiellose Bedingungen“, sagte Daniel Bader von der Columbia University.
Forscher erklären, dass solche Hitzewellen aufgrund des Klimawandels häufiger auftreten.
Zusammenhang mit dem Klima
Eine aktuelle Analyse ergab, dass extreme Hitze wie diese ohne die globale Erwärmung „praktisch unmöglich“ gewesen wäre.
Wissenschaftler sagen, dass steigende Temperaturen sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität von Hitzeereignissen erhöhen.
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Sie warnen zudem, dass wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, was potenziell zu stärkeren Niederschlägen führt.
„Es ist wohl gerechtfertigt zu sagen, dass diese Hitzewelle im Westen im März eine Handschrift des Klimawandels trägt“, fügte Nese hinzu.
Wachsende Risiken
Während Kälteeinbrüche und Schneefälle weiterhin auftreten, nehmen extreme Hitzeereignisse laut Experten schneller zu.
In den USA kam es kürzlich zu Stürmen, die in mehreren Bundesstaaten Hunderttausende ohne Strom zurückließen.
Mit Blick auf die Zukunft warnen Meteorologen vor einem weiteren potenziell rekordverdächtigen Sommer.
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„Diese Ereignisse sind ständige Erinnerungen daran, wie anfällig wir für Wetter- und Klimaextreme sind“, sagte Bader.
Quellen: The Guardian