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Putin erlässt neues Gesetz zur Inhaftierung von Bürgern wegen der Leugnung des „sowjetischen Genozids“

Vladimir Putin, signing
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Putin verschärft die Kontrolle über historische Narrative, während die Behörden neue Gesetze im Zusammenhang mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg vorantreiben.

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Gesetzgeber sagen, die Änderungen seien notwendig, um die nationale Identität zu schützen und dem entgegenzuwirken, was sie als Geschichtsfälschung bezeichnen.

Neues Gesetz verabschiedet

Die russische Staatsduma hat ein Gesetz verabschiedet, das strafrechtliche Sanktionen für die Leugnung oder Befürwortung dessen einführt, was sie als „Genozid am sowjetischen Volk“ definiert.

Das Gesetz wurde in seiner endgültigen Fassung am 24. März verabschiedet, wie Digi24 berichtet.

Es erweitert bestehende Gesetze zur „Rehabilitierung des Nazismus“, die bereits die Leugnung von Verbrechen unter Strafe stellen, die vom Nürnberger Tribunal anerkannt wurden.

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Harte Strafen

Nach den neuen Regeln drohen Einzelpersonen Geldstrafen von bis zu 3 Millionen Rubel, Zwangsarbeit oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

Zusätzliche Änderungen erhöhen auch die Strafen für die Beschädigung oder Schändung von Kriegerdenkmälern.

Diese Vergehen können nun mit Geldstrafen von bis zu 5 Millionen Rubel oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Politische Rechtfertigung

Die Initiative wurde von Olga Sanko von der regierenden Partei Einiges Russland eingebracht.

Sie argumentierte, das Gesetz sei notwendig, um die historische Wahrheit und die nationale Sicherheit zu verteidigen.

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Ihrer Aussage nach versuchen einige Länder, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umzuschreiben und Narrative zu fördern, die den Nationalsozialismus rechtfertigen.

Erweiterung des Rahmens

Die Gesetzgebung baut auf früheren Maßnahmen von Präsident Wladimir Putin auf.

Im Jahr 2026 trat ein Gesetz in Kraft, das den Begriff des Völkermords am sowjetischen Volk formell anerkannte.

Putin erklärte außerdem den 19. April zum nationalen Gedenktag für die Opfer.

Zunehmende Strafverfolgung

Russland hat die Strafverfolgung im Rahmen von Gesetzen im Zusammenhang mit der Kriegsgeschichte stetig verstärkt.

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Seit der Einführung des Artikels über die „Rehabilitierung des Nazismus“ im Jahr 2014 wurden nach Angaben von OVD-Info Hunderte von Fällen eröffnet.

Im Jahr 2025 wurde eine Rekordzahl von Verurteilungen gemeldet, wobei Dutzende von Menschen verschiedene Strafen erhielten.

Quellen: Digi24, OVD-Info