Startseite Krieg Hat Putin gerade Estland angegriffen? Russische Drohne stürzt in Kraftwerk

Hat Putin gerade Estland angegriffen? Russische Drohne stürzt in Kraftwerk

Vladimir Putin, Shahed Drones
Alexey Smyshlyaev / Shutterstock.com

Estland und Russland haben seit langem ein angespanntes und brüchiges Verhältnis.

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Als NATO-Mitglied, das an Russland grenzt, hat Estland wiederholt vor Sicherheitsbedrohungen durch seinen östlichen Nachbarn gewarnt.

Seit der Invasion der Ukraine haben sich diese Befürchtungen verstärkt. Vorfälle mit Verletzungen des Luftraums, Cyber-Bedrohungen und militärische Aktivitäten haben die Region in Atem gehalten.

Nun wirft ein neuer Drohnenvorfall neue Bedenken auf, wie nah diese Spannungen an einer offenen Eskalation sind.

Drohnenvorfall

Eine Drohne drang in der Nacht in den estnischen Luftraum ein und traf einen Schornstein eines Kraftwerks in Auvere, so Ukrinform unter Berufung auf ERR.

Der Vorfall ereignete sich am 25. März um 03:43 Uhr. Es wurden keine Verletzten gemeldet.

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Beamte bestätigten, dass die Drohne von russischem Gebiet aus übergetreten war, bevor sie die Anlage traf.

Ermittlungen laufen

Sprengstoffexperten wurden zum Tatort entsandt, während der estnische Inlandsgeheimdienst unter der Aufsicht der Staatsanwaltschaft eine Untersuchung einleitete.

Generalstaatsanwältin Astrid Asi sagte, erste Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass Estland nicht das beabsichtigte Ziel gewesen sei.

„Nach jetzigem Kenntnisstand war die Drohne nicht auf Estland gerichtet. Es werden derzeit erste Maßnahmen ergriffen, die Untersuchung wird die genaueren Umstände klären“, sagte sie.

Größerer Kontext

Das Energieunternehmen Enefit Power teilte mit, dass das Kraftwerk keine unmittelbaren Schäden erlitten habe.

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Die Behörden fügten hinzu, dass die Stromversorgung des Landes stabil und unbeeinträchtigt bleibe.

Der Vorfall ereignet sich inmitten einer verstärkten Drohnenaktivität im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.

Berichten zufolge griffen ukrainische Streitkräfte etwa zur gleichen Zeit den russischen Hafen Ust-Luga an, wobei russische Behörden behaupteten, Dutzende von Drohnen seien in der Region Leningrad abgefangen worden.

Wachsende Besorgnis

Estnische Beamte warnten, dass sich ähnliche Vorfälle wiederholen könnten.

„Dies sind die Auswirkungen des umfassenden Angriffskriegs Russlands. Wir können davon ausgehen, dass wir weitere solche Vorfälle sehen werden“, sagte ISS-Chef Margo Palloson.

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Der Vorfall unterstreicht die wachsende Besorgnis über eine unbeabsichtigte Eskalation über die Grenzen der Ukraine hinaus.

Quellen: Ukrinform, ERR