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Russisches Spionagenetzwerk plante Einflussnahme auf afrikanische Wahlen

Russisches Spionagenetzwerk plante Einflussnahme auf afrikanische Wahlen
2s3m akatsiya, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Russland sieht sich aufgrund steigender Verluste und zunehmendem Personalmangel mit wachsendem Druck auf dem Schlachtfeld konfrontiert.

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Der Einsatz von Truppen aus Nordkorea zeigt das zunehmende Bemühen des Kremls, seine Kriegsanstrengungen aufrechtzuerhalten.

Analysten sagen, Moskau greife zu unkonventionellen Methoden, um seinen Einfluss im Ausland aufrechtzuerhalten, während seine militärischen Ressourcen strapaziert werden.

Verhaftungen in Angola

Zwei russische Staatsangehörige wurden in Angola wegen Terrorismus, Spionage und Einflussnahmeoperationen verhaftet, wie die BBC unter Berufung auf Digi24 berichtet.

Staatsanwälte sagen, Igor Ratsin und Lew Lakshtanow seien Teil eines geheimen Netzwerks mit Verbindungen zur ehemaligen Wagner-Gruppe gewesen.

Ihnen wird vorgeworfen, vor den Wahlen versucht zu haben, die politische Ausrichtung Angolas zu beeinflussen.

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Behörden behaupten, die Gruppe, bekannt als Africa Politology oder „The Company“, sei aus Strukturen entstanden, die unter dem Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin geschaffen wurden.

Das Netzwerk soll in mehreren afrikanischen Ländern operiert haben, darunter die Zentralafrikanische Republik, Mali und Madagaskar.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass ähnliche Aktivitäten auch während der Wahlkämpfe in Südafrika und Namibia stattfanden.

Einflusstaktiken

Staatsanwälte behaupten, das Netzwerk habe Desinformation, Schmutzkampagnen und finanzielle Unterstützung eingesetzt, um pro-russische Kandidaten zu unterstützen.

Russische Agenten werden auch beschuldigt, Journalisten und Analysten dafür bezahlt zu haben, Propaganda in lokalen Medien zu verbreiten.

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Laut Ermittlern überstiegen einige Zahlungen 24.000 Dollar.

Analysten sagen, Angola sei aufgrund seines Öls, seiner Diamanten und seiner strategischen Lage ein wichtiges Ziel.

Obwohl Russland und Angola während des Kalten Krieges enge Beziehungen unterhielten, haben sich die Beziehungen in den letzten Jahren abgekühlt.

Präsident João Lourenço hat die Beziehungen zu westlichen Ländern verstärkt, was in Moskau Besorgnis hervorgerufen hat.

Umstrittene Behauptungen

Die beschuldigten Russen bestreiten jegliche Beteiligung an Spionage oder politischer Einmischung.

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Ihre Anwälte sagen, sie hätten an Plänen gearbeitet, ein Kulturzentrum in Luanda zu errichten.

Einige Aktivisten und Journalisten in Angola stellen den Fall ebenfalls in Frage und argumentieren, dass die Proteste im Land eher auf innenpolitische Probleme als auf ausländischen Einfluss zurückzuführen seien.

Der Fall hat umfassendere Fragen zu Russlands Methoden in Afrika aufgeworfen.

Ein ehemaliger Berater Prigoschins bezeichnete die Operation als schlecht ausgeführt. „Dieses Jahr (2025) haben sie die gesamte Afrika-Operation an irgendwelche Vollidioten übergeben“, sagte er.

Trotz der Kritik warnen Analysten, dass solche Netzwerke ein wichtiges Instrument bleiben, um den Einfluss im Ausland auszuweiten.

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Quellen: Digi24, BBC