Es ist jedoch nicht garantiert, dass es ein Erfolg wird.
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Die Spannungen an Europas östlicher Flanke rücken erneut in den Fokus, da Analysten vor möglichen neuen Druckpunkten warnen. Jüngste Berichte und Expertenkommentare deuten darauf hin, dass die baltische Region erhöhten Risiken ausgesetzt sein könnte.
Die Aufmerksamkeit hat sich inmitten der Verlagerung des globalen Fokus und des andauernden Krieges in der Ukraine verstärkt.
In einem Interview mit dem ukrainischen Medium Glavred sagte der Politikwissenschaftler Wladimir Gorbach, dass das Risiko von Provokationen im Baltikum unabhängig von solchen Veröffentlichungen weiterhin erheblich sei.
Er verwies auf Entwicklungen innerhalb Russlands, die auf eine Vorbereitung für Operationen im Ausland hindeuten könnten.
Dazu gehört ein Gesetzentwurf zum „Schutz russischer Bürger im Ausland“, eine Maßnahme, die zur Rechtfertigung einer Intervention genutzt werden könnte. In Teilen des Baltikums, insbesondere in Lettland, gibt es weiterhin eine beträchtliche russischsprachige Bevölkerung.
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Anzeichen von Druck
In dem Interview mit Glavred merkte Gorbach an, dass in den baltischen Staaten Gerichtsverfahren gegen russische Staatsangehörige laufen, denen staatsfeindliche Aktivitäten vorgeworfen werden.
Er argumentierte, dass Moskau solche Fälle als Begründung für eine Beteiligung seiner Sicherheitsdienste im Ausland darstellen könnte.
Er hob auch Estland hervor, wo in Informationskanälen Narrative über eine sogenannte Narvaer „Volksrepublik“ aufgetaucht sind.
Beobachter haben diese Rhetorik mit früheren Entwicklungen auf der Krim und in der Ostukraine verglichen, wie bereits im März berichtet wurde.
Solche Muster, so deutete er an, könnten direkteren Aktionen vorausgehen, wenn auch nicht unbedingt einer umfassenden Invasion.
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Begrenzte Szenarien
Der Analyst sagte, ein wahrscheinlicherer Verlauf wären lokale Operationen und keine breite Offensive. Gebiete in Estland oder Lettland könnten ins Visier genommen werden, während Litauen und der Suwalki-Korridor aufgrund des Risikos einer sofortigen Eskalation mit Polen als weniger wahrscheinlich angesehen werden.
Da sich der internationale Fokus derzeit auf den Nahen Osten konzentriert, warnte Gorbach, dass Moskau eine Gelegenheit sehen könnte, inmitten der reduzierten Aufmerksamkeit zu handeln. Er betonte jedoch, dass ein solcher Schritt erhebliche Risiken und ungewisse Ergebnisse mit sich bringen würde.
Er fügte hinzu, dass Operationen als Militärübungen getarnt sein und sich möglicherweise innerhalb eines Jahres entfalten könnten.
Umfassender Krieg unwahrscheinlich – aber hybride Kriegsführung könnte eine Herausforderung sein
Während Russland möglicherweise Schwierigkeiten hat, einen umfassenden Zweifrontenkrieg aufrechtzuerhalten, sagte der Experte, dass begrenzte oder hybride Aktionen mit Unterstützung der bestehenden militärischen Infrastruktur weiterhin machbar seien.
Jede Eskalation im Baltikum könnte den Krieg in der Ukraine verändern, entweder indem sie die Aufmerksamkeit ablenkt oder eine stärkere westliche Koordination hervorruft.
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Die Ergebnisse bleiben ungewiss, aber die Risiken werden allgemein anerkannt.
Quellen: Glavred, la.lv, Dagens