Europäische Sicherheitsdienste haben zunehmend vor einer Zunahme verdeckter russischer Operationen auf dem gesamten Kontinent gewarnt.
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Da traditionelle diplomatische Kanäle eingeschränkt wurden, wird davon ausgegangen, dass Geheimdienstnetzwerke eine größere Rolle bei der Beeinflussung von Ereignissen hinter den Kulissen spielen.
Eine neue Untersuchung zeigt nun, wie solche Bemühungen organisiert und vor Ort durchgeführt werden könnten.
Geheimes Netzwerk aufgedeckt
Russland hat in Bosnien und Herzegowina sowie in Serbien ein Netzwerk von Ausbildungslagern eingerichtet, um Agenten für Sabotagemissionen vorzubereiten, berichtete Politico, wie von Digi24 zitiert wurde.
Die Behörden in Moldawien untersuchen derzeit mehr als 80 Verdächtige, die mit den Bemühungen zur Anstachelung von Unruhen in Verbindung stehen.
Gegen mindestens 20 Personen wurde formell Anklage erhoben.
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Rekrutierungstaktiken
Laut Beamten waren die Rekruten hauptsächlich junge russischsprachige Personen.
Berichten zufolge wurden sie mit Angeboten für bezahlte Reisen, die als Kurzurlaube dargestellt wurden, und mit versprochenen Zahlungen von bis zu 500 Dollar gelockt.
In Wirklichkeit, so sagen die Ermittler, wurden sie in Lager gebracht, wo sie eine operative Ausbildung erhielten.
Innenministerin Daniela Misaile-Nikitin sagte, den Teilnehmern sei beigebracht worden, wie man disruptive Aktionen durchführt.
„Sie wurden rekrutiert, in speziell organisierten Lagern untergebracht und erhielten eine taktische Ausbildung, einschließlich des Durchbrechens von Absperrungen der Strafverfolgungsbehörden“, sagte sie.
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Das Training umfasste Berichten zufolge den Einsatz von Drohnen, den Umgang mit Brandvorrichtungen und die Erste Hilfe.
Umfassendere Operationen
Nach Abschluss der Ausbildung wurden einige Rekruten zu Feldübungen in die Region geschickt.
Die Ermittler sagen, sie hätten das Erkennen wichtiger Infrastrukturen und potenzieller Startplätze für Operationen geübt.
Zwei in den Lagern ausgebildete Personen stehen im Verdacht, an Sabotageakten in Frankreich und Deutschland beteiligt gewesen zu sein.
Die Behörden glauben, dass das Netzwerk Teil einer umfassenderen Anstrengung war, die Wahlen in Moldawien im Jahr 2024 zu beeinflussen.
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Es wird angenommen, dass die Operation gestartet wurde, nachdem russische Diplomaten nach der Invasion der Ukraine aus mehreren europäischen Ländern ausgewiesen worden waren.
Laut Ermittlern waren Ausbilder mit Verbindungen zur Wagner-Gruppe beteiligt.
Quellen: Politico, moldawische Behörden, Digi24.