Ukrainische Sicherheitsdienste sagen, sie hätten eine verdeckte Operation aufgedeckt, die darauf abzielt, das Land von innen heraus zu destabilisieren.
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Die Behörden bezeichnen den Fall als Teil einer umfassenderen Sabotagekampagne, die mit dem russischen Geheimdienst in Verbindung steht.
Die mutmaßliche Verschwörung umfasste gezielte Tötungen und tiefe Infiltration, was Bedenken hinsichtlich anhaltender Bedrohungen weit hinter den Frontlinien aufwirft.
Netzwerk aufgedeckt
Laut Ukrinform haben die ukrainische Nationalpolizei und der Sicherheitsdienst (SSU) ein russisch-verbundenes Spionagenetzwerk ausgehoben, das in Kiew und der umliegenden Region operierte.
Beamte sagten, die Gruppe habe eine Reihe von Auftragsmorden vorbereitet, die sich gegen Militärangehörige und Freiwillige richteten.
Die Operation wurde Berichten zufolge von einem Verbindungsmann koordiniert, der mit den militärischen Geheimdienststrukturen Russlands in Verbindung steht.
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Mordpläne
Ermittler sagten, die Gruppe habe potenzielle Opfer unter hochrangigen Persönlichkeiten im ukrainischen Verteidigungs- und Freiwilligensektor identifiziert.
Zu den Zielen gehörten Mitglieder des militärischen Geheimdienstes, der Nationalgarde und der territorialen Verteidigungseinheiten.
Die Behörden fügten hinzu, dass die Verdächtigen festgenommen wurden, als sie sich darauf vorbereiteten, einen Kommandeur einer Freiwilligeneinheit in Kiew zu ermorden.
Wie sie operierten
Laut der Generalstaatsanwaltschaft benutzte die Gruppe getarnte Fahrzeuge, die mit Blaulicht ausgestattet waren, um keinen Verdacht zu erregen.
„Sie benutzten Fahrzeuge, die mit Blaulicht ausgestattet waren, unter dem Deckmantel von Sicherheitspersonal, um den Tatort ungehindert zu verlassen“, sagten Staatsanwälte.
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Waffen und Munition wurden Berichten zufolge in versteckten Depots in den Regionen Kiew und Tscherkassy gelagert.
Rekrutierte Agenten
Beamte sagten, vier Personen seien für die Operation rekrutiert worden, darunter ein Strafverfolgungsbeamter.
Unter ihnen war der Leiter einer privaten Sicherheitsfirma, der den Transport stellte, und ein Fahrer, der damit beauftragt war, den mutmaßlichen Auftragsmörder zu und von den Zielen zu bringen.
Der mutmaßliche Angreifer war bereits vorbestraft und wurde Berichten zufolge 2022 von russischen Agenten rekrutiert.
Größere Verschwörung
Die Behörden glauben, dass die Gruppe mehrere Attentate plante, einschließlich des Einsatzes von Sprengsätzen, die unter Fahrzeugen platziert wurden.
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Ermittler sagten, die Kommunikation zwischen den Mitgliedern habe über ausländische Messaging-Apps stattgefunden, wobei Anstrengungen unternommen wurden, um keine digitalen Spuren zu hinterlassen.
Bei Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten Waffen, SIM-Karten und Mobiltelefone, die Beweise für die mutmaßlichen Aktivitäten enthielten.
Anklagen erhoben
Alle Verdächtigen wurden nach mehreren Artikeln des ukrainischen Strafgesetzbuches angeklagt, darunter Hochverrat und versuchter Mord.
Ihnen drohen mögliche Strafen von 10 Jahren Gefängnis bis zu lebenslanger Haft mit Einziehung des Vermögens.
Zusätzliche Verdächtige, die mit der Operation in Verbindung stehen, wurden in Abwesenheit angeklagt.
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Quellen: Ukrinform, National Police of Ukraine, Office of the Prosecutor General