Ein neu gestartetes Marineschiff in Rumänien deutet auf einen stillen, aber bedeutenden Wandel in der Durchführung maritimer Missionen hin.
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Ein neu gestartetes Marineschiff in Rumänien deutet auf einen stillen, aber bedeutenden Wandel in der Durchführung maritimer Missionen hin.
In ganz Europa setzen Verteidigungsplaner zunehmend auf unbemannte Systeme, wobei dieses Schiff ein klares Beispiel für diesen Übergang darstellt.
Die portugiesische Marine brachte die NRP „D. João II“ am 7. April auf der Damen-Werft in Galați zu Wasser, wie TVP World berichtet.
Ein breiterer Wandel
Das nach einem Monarchen des 15. Jahrhunderts benannte Schiff ist darauf ausgelegt, Drohnen in der Luft, auf der Wasseroberfläche und unter Wasser zu koordinieren.
Seine Entwicklung spiegelt einen umfassenderen Ansatz wider, Überwachungsfähigkeiten auszubauen und gleichzeitig Risiken für das Personal zu reduzieren.
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„Angesichts der langen Küstenlinie Portugals stellt dieses Schiff eine wertvolle Ergänzung sowohl für die portugiesische Marine als auch für europäische maritime Operationen dar“, sagte Bram Langeveld, Chief Commercial Officer von Damen. „Es wird die maritime Sicherheit, wissenschaftliche Forschung und Katastrophenhilfe unterstützen.“
Anpassungsfähig konzipiert
Das Projekt wird mit rund 132 Millionen Euro unterstützt, einschließlich Mitteln aus EU-Wiederaufbauprogrammen, so TVP World.
Statt auf eine einzelne Rolle beschränkt zu sein, kann das Schiff seine Aufgaben durch den Austausch von Systemen an Bord anpassen und so flexibel auf unterschiedliche Missionsanforderungen reagieren.
Portugiesische Offizielle verknüpfen das Konzept mit Lehren aus jüngsten Konflikten, darunter dem Krieg in der Ukraine, während der ehemalige Marinechef Henrique Gouveia e Melo es 2024 als „einen Punkt ohne Rückkehr für die Modernität“ bezeichnete.
Mehrere Einsatzbereiche
Das Schiff ist für verschiedene unbemannte Einsätze ausgestattet und verfügt über ein Flugdeck, das auch Hubschrauber aufnehmen kann.
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Es kann Fahrzeuge, Container und spezialisierte Teams transportieren, darunter Wissenschaftler oder Drohnenoperatoren, je nach Einsatz.
Seetests werden noch in diesem Jahr erwartet, bevor das Schiff in die portugiesische Flotte aufgenommen wird – ein weiterer Schritt hin zu flexiblen, unbemannten Marineoperationen.
Quellen: TVP World, Damen-Pressemitteilung