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Ein Mann „spielte“ mit seiner Waffe auf dem Sofa – und erschoss dabei tödlich seine Freundin

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Sie saßen nebeneinander, als sich der Schuss löste.

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Ein nächtlicher Vorfall in einem Haus in Indianapolis hat zu strafrechtlichen Anklagen geführt, nachdem eine junge Frau tödlich angeschossen wurde.

Polizei und Staatsanwaltschaft schildern nun widersprüchliche Darstellungen dessen, was in den Momenten geschah, bevor sich der Schuss löste.

Ein Abend endet tödlich

Beamte der Indianapolis Metropolitan Police Department wurden am 1. April gegen 23:45 Uhr nach Meldungen über eine Schießerei zum Carlyle Place gerufen, wie lokale Medien, darunter der NBC-Ableger WTHR, berichten.

Im Haus wurde die 21-jährige Rebecca Carter mit einer Schussverletzung aufgefunden. Sie wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht, erlag jedoch später ihren Verletzungen.

Laut Law & Crime geht aus Gerichtsunterlagen hervor, dass der 20-jährige Louis Jenkins Jr. festgenommen und im Zusammenhang mit ihrem Tod wegen fahrlässiger Tötung angeklagt wurde.

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Widersprüchliche Aussagen

Ermittler zufolge waren mehrere Personen, darunter auch Minderjährige, anwesend. Ein jugendlicher Zeuge sagte gegenüber WRTV, Carter habe während eines FaceTime-Anrufs „mit der Waffe gespielt“ und an einer Stelle gesagt: „Steck sie in meinen Mund.“

Der Zeuge behauptete, die Waffe habe sich gelöst, als Carter sie entweder ergriff oder den Abzug betätigte, während Jenkins sie hielt.

Jenkins schilderte den Vorfall anders und erklärte, er habe seine Waffe geholt, nachdem eine andere Person eine Waffe auf ihn gerichtet habe. Laut eidesstattlicher Erklärung „rutschte sein Finger ab, während die Waffe auf Ms. Carter gerichtet war, traf den Abzug und löste sich.“

„Ich bin so dumm“

Nach dem Schuss hörte ein Zeuge Jenkins sagen: „Oh mein Gott. Ich bin so dumm. Ich hatte eine im Lauf“, womit er sich laut WXIN auf eine geladene Kammer bezog.

Die Polizei erklärte, Jenkins habe später eingeräumt, mit der Waffe „herumgespielt“ zu haben. In Gewahrsam soll er außerdem hinzugefügt haben: „Ich hätte mich selbst erschießen sollen statt sie, weil mein Leben vorbei ist.“

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Der Staatsanwalt von Marion County, Ryan Mears, sagte: „Die Folge war, dass jemand sein Leben verloren hat“, und hob damit die Risiken eines verantwortungslosen Umgangs mit Waffen hervor.

Carters Familie erinnerte sie als lebensfroh und willensstark. Jenkins hat inzwischen eine Kaution in Höhe von 40.000 Dollar hinterlegt und muss am 2. Juni erneut vor Gericht erscheinen.

Quellen: Law&Crime, WTHR, WRTV, WXIN