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Der Klimawandel verlängert die Allergiesaisons und verschärft ihre Auswirkungen

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Lars-Goran Heden / Shutterstock.com

Steigende globale Temperaturen verschärfen saisonale Allergien, wobei Wissenschaftler vor längeren Pollensaisons und stärkeren Reaktionen warnen.

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In einigen Fällen tragen klimabedingte Veränderungen laut BBC sogar zu seltenen, aber gefährlichen Gesundheitsereignissen bei.

Extreme Ereignisse

Experten verweisen auf Vorfälle wie das „Gewitterasthma“-Ereignis von 2016 in Melbourne als eindrückliches Beispiel.

Laut BBC können Stürme Pollen in winzige Partikel zerlegen, die leicht eingeatmet werden und plötzlich Atemprobleme auslösen.

„Es war ein absolut massives Ereignis. Beispiellos. Katastrophal“, sagte er.

Veränderte Jahreszeiten

Forscher sagen, dass der Klimawandel den Zeitpunkt und die Art der Pollenfreisetzung verändert.

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„Wir wissen, dass der Klimawandel zu größeren Pollenmengen in der Atmosphäre führt“, sagte Beggs.

Wärmere Temperaturen führen dazu, dass Pflanzen früher im Jahr und über längere Zeiträume Pollen freisetzen, wodurch sich die Allergiesaison verlängert.

Die Gesundheitswissenschaftlerin Elaine Fuertes bemerkte: „Menschen werden Symptome früher im Jahr und über einen längeren Zeitraum hinweg erleben.“

Mehr Pollen

Nicht nur die Dauer der Belastung nimmt zu.

Studien, auf die sich die BBC bezieht, zeigen, dass die Pollenkonzentrationen in vielen Regionen steigen, darunter in den USA, Europa und Australien.

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Höhere Kohlendioxidwerte lassen Pflanzen schneller wachsen und mehr Pollen produzieren, wobei einige Arten zudem allergener werden.

„Jedes Mal, wenn wir den Kohlendioxidgehalt erhöht haben, haben die Ambrosiapflanzen reagiert. Sie sind stärker gewachsen. Sie haben mehr Pollen produziert“, sagte der Forscher Lewis Ziska.

Zunehmende Auswirkungen

Auch die Ausbreitung invasiver Pflanzen wie Ambrosia setzt neue Bevölkerungsgruppen Allergenen aus.

In Europa ist die Empfindlichkeit gegenüber Ambrosiapollen in mehreren Ländern deutlich gestiegen, da sich die Pflanze weiter ausbreitet.

Wissenschaftler warnen, dass ohne eine Reduktion der Treibhausgasemissionen die Pollensaison bis zum Ende des Jahrhunderts Wochen früher beginnen und länger andauern könnte.

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Forderungen nach Maßnahmen

Experten sagen, dass eine Kombination aus Klimaschutz und lokalen Maßnahmen helfen könnte, die Auswirkungen zu verringern.

Maßnahmen wie die Entfernung allergener Pflanzen, eine bessere Stadtplanung und der Ausbau von Pollenüberwachungssystemen werden geprüft.

Doch Forscher betonen, dass der übergeordnete Trend eindeutig ist.

„Wir haben jetzt Studien, die zeigen, dass dies tatsächlich Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat“, sagte Beggs. „Und es wird noch mehr kommen.“

Quellen: BBC

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