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Warum moderne Smartphones länger halten als je zuvor

Warum moderne Smartphones länger halten als je zuvor
Mix and Match Studio/shutterstock.com

Die Austauschzyklen von Smartphones verlangsamen sich, da Verbraucher ihre Geräte länger behalten und damit den globalen Markt verändern.

Die Austauschzyklen von Smartphones verlangsamen sich, da Verbraucher ihre Geräte länger behalten und damit den globalen Markt verändern.

Was früher ein zweijähriger Rhythmus war, erstreckt sich heute oft auf vier oder sogar fünf Jahre.

Dieser Wandel wird durch bessere Hardware, längere Softwareunterstützung und steigende Gerätepreise angetrieben.

Gleichzeitig verändert er, wie Hersteller ihre Produkte entwickeln und vermarkten.

Für Käufer geht es nicht mehr darum, wie oft sie ein Gerät ersetzen sollten, sondern wie lange es realistisch nutzbar bleibt.

Was die Lebensdauer bestimmt

Robustheit ist nur ein Teil der Gleichung. Laut BGR ist langfristige Softwareunterstützung inzwischen der wichtigste Faktor dafür, wie lange ein Smartphone nutzbar bleibt.

Apple unterstützt iPhones in der Regel fünf bis sechs Jahre, während Google und Samsung mittlerweile bis zu sieben Jahre Updates versprechen. Dieser Unterschied hat sich deutlich verringert.

Leistungsstärkere Prozessoren tragen ebenfalls dazu bei, dass Geräte über längere Zeit hinweg mit neuen Apps und Betriebssystemen Schritt halten.

Die tatsächlichen Kompromisse

Ein längerer Einsatz eines Smartphones ist nicht ohne Nachteile. Die Batterieleistung nimmt zwangsläufig ab, wobei viele Geräte nach etwa 1.000 Ladezyklen auf rund 80 Prozent Kapazität sinken, so BGR.

Auch Reparaturkosten können steigen, weshalb erweiterte Garantieprogramme zunehmend verbreitet sind. Angebote wie AppleCare+ und Samsung Care+ sollen die langfristigen Kosten senken.

Zudem spielt der Wiederverkaufswert eine Rolle. Premium-Geräte behalten ihren Wert meist besser und sind über mehrere Jahre hinweg wirtschaftlicher.

Unterschiedliche Ansätze

Nicht alle Hersteller gehen das Thema Langlebigkeit gleich an. Apple setzt auf lange Softwareunterstützung und hohe Leistung, während Android-Hersteller mit erweiterten Update-Zeiträumen aufholen.

Einige Unternehmen verfolgen einen anderen Ansatz. Fairphone legt beispielsweise den Fokus auf Reparierbarkeit und Nachhaltigkeit, mit austauschbaren Teilen und längerer Unterstützung.

Dies führt zu einer Aufteilung des Marktes zwischen maximaler Leistung und langfristiger Reparierbarkeit und bietet Käufern mehr Auswahl.

Ein sich wandelnder Markt

Der Trend zu langlebigeren Smartphones hängt auch mit Nachhaltigkeitsfragen zusammen. Weniger Gerätewechsel bedeuten weniger Elektroschrott.

Gleichzeitig führen steigende Preise für Spitzenmodelle dazu, dass Nutzer ihre Geräte länger behalten.

Wie BGR berichtet, entwickeln Hersteller ihre Geräte zunehmend mit Blick auf Langlebigkeit, was einen grundlegenden Wandel im Verständnis von Wert widerspiegelt.

Quellen: BGR, Branchenberichte