Eine neu entdeckte Malware sorgt für große Besorgnis, nachdem sie gezeigt hat, dass sie moderne Browser-Schutzmechanismen umgehen und sensible Nutzerdaten stehlen kann.
Eine neu entdeckte Malware sorgt für große Besorgnis, nachdem sie gezeigt hat, dass sie moderne Browser-Schutzmechanismen umgehen und sensible Nutzerdaten stehlen kann.
Das als „Storm“ bekannte Tool stellt eine fortschrittlichere Generation von Infostealern dar.
Laut BGR unter Berufung auf das Cybersicherheitsunternehmen Varonis kann die Malware Passwörter, Sitzungs-Cookies, Krypto-Wallets und sogar Authentifizierungs-Tokens von infizierten Geräten sammeln.
Neue Angriffsmethode
Herkömmliche Infostealer entschlüsseln gestohlene Daten in der Regel direkt auf dem Gerät des Opfers, wodurch sie leichter erkannt werden können.
Storm verfolgt einen anderen Ansatz, indem es verschlüsselte Daten sammelt und an Server der Angreifer sendet, wo sie extern entschlüsselt werden.
Weiterentwickelte Techniken
Diese Entwicklung folgt auf die Einführung der App-Bound Encryption in Chrome durch Google, die lokale Entschlüsselung erschwert hat.
Varonis erklärte, dass Storm dies umgeht, indem es vollständig auf lokale Entschlüsselung verzichtet und es Angreifern ermöglicht, Sitzungen außerhalb des infizierten Systems zu rekonstruieren.
Breiter Datenzugriff
Die Malware kann eine Vielzahl von Informationen extrahieren, darunter gespeicherte Passwörter, Browserverlauf und Kreditkartendaten.
Sie kann auch Google-Kontotokens und Sitzungsdaten erfassen, wodurch die Zwei-Faktor-Authentifizierung umgangen werden kann.
Schwer zu erkennen
Da der Großteil der Aktivität außerhalb des Geräts stattfindet, fällt es vielen Sicherheitslösungen schwer, die Bedrohung zu erkennen.
BGR berichtete, dass Storm mehrere Browser unterstützt, darunter Chromium-basierte Plattformen und Firefox.
Wachsende Bedrohung
Varonis gab an, dass die Malware für weniger als 1.000 Dollar pro Monat verfügbar ist, was sie für viele Angreifer zugänglich macht.
Experten raten, regelmäßig Cookies zu löschen, verdächtige Downloads zu vermeiden und Browserberechtigungen zu überprüfen.
Quellen: BGR, Varonis