Kleine, oft übersehene Entscheidungen können beeinflussen, wie beschwerdefrei sich Hunde später im Leben bewegen. Tierärztliche Beratung richtet den Fokus zunehmend darauf, was Jahre vor dem Auftreten von Problemen geschieht.
Ein Bericht des Daily Express lenkt die Aufmerksamkeit auf Äußerungen des Tierarztes Amir Anwary, der Hundebesitzer dazu auffordert, sich mit der Gelenkgesundheit ihrer vierbeinigen Freunde zu befassen, lange bevor diese alt werden.
Arthritis, eine Erkrankung, die die Beweglichkeit allmählich einschränkt, gehört zu den häufigsten langfristigen Problemen bei Hunden.
Daten von Canine Arthritis Resources and Education (CARE) deuten darauf hin, dass etwa jeder fünfte Hund diese Erkrankung entwickelt. Die Organisation erklärt:
„Leider wird Arthritis bei den meisten Hunden erst im Alter von 8 bis 10 Jahren diagnostiziert. Zu diesem Zeitpunkt kann es tatsächlich schwieriger sein, die Symptome der Arthritis zu kontrollieren, als wenn man sie frühzeitig erkennt und behandelt.“
Verborgene frühe Anzeichen
Eine Herausforderung besteht Tierärzten zufolge darin, dass sich Arthritis langsam entwickelt und unbemerkt bleiben kann. Subtile Veränderungen, wie eine geringere Begeisterung für Spaziergänge oder Steifheit nach Ruhephasen, lassen sich leicht abtun.
Anwary warnt, dass der Schaden bereits weit fortgeschritten sein kann, wenn die Symptome offensichtlich werden.
Er weist darauf hin, dass viele Besitzer erst reagieren, wenn die Beweglichkeit nachlässt, anstatt das Problem früher zu erkennen.
Diese Verzögerung kann einschränken, wie wirksam spätere Maßnahmen sind, und macht frühzeitige Aufmerksamkeit zu einem entscheidenden Faktor in der Versorgung.
Alltägliche Belastung summiert sich
Langfristige Gelenkgesundheit hängt eng mit alltäglichen Gewohnheiten zusammen. Gewicht und Bewegungsmuster beeinflussen beide, wie sich Gelenke im Laufe der Zeit abnutzen, insbesondere bei mittelgroßen und großen Rassen.
„Der erste Schritt besteht darin, sie schlank zu halten“, sagte Anwary und betonte die Rolle des Körpergewichts bei der Verringerung der Belastung der Gelenke.
Er verwies auch auf Bewegungsmuster und deutete an, dass Unregelmäßigkeit eher schaden als helfen könne.
Plötzliche Phasen intensiver Aktivität, besonders nach Zeiten der Inaktivität, können alternde Gelenke unnötig belasten.
Gleichzeitig kann auch das Zuhause selbst zu allmählichem Verschleiß beitragen. Harte oder rutschige Böden können zu wiederholtem leichten Ausrutschen führen, während häufiges Springen auf Möbel mit der Zeit zusätzliche Stoßbelastungen verursacht.
„Wenn Sie einen Hund haben, der gerne auf Sofas springt, verwenden Sie stattdessen eine Rampe, denn jeder Sprung belastet seine Gelenke stärker“, sagte er.
Vorbeugender Ansatz
Ernährung und der richtige Zeitpunkt werden oft unterschätzt, sind jedoch Teil einer umfassenderen vorbeugenden Strategie.
„Ich verwende eine Kombination aus einem Omega-3-Präparat und einem Präparat zur Unterstützung der Gelenke“, sagte er.
Er fügte hinzu: „Die meisten Besitzer beginnen damit, ihre Hunde zu behandeln, wenn sie bereits Symptome zeigen – doch zu diesem Zeitpunkt ist die Gelenkdegeneration vielleicht sogar schon seit bis zu einem Jahr im Gange.“
Anstatt auf sichtbare Probleme zu reagieren, müssen Besitzer möglicherweise früher handeln und tägliche Routinen sowie die Umgebung anpassen, um das langfristige Risiko zu verringern.
Quellen: Daily Express, CARE