Das Timing ist wahrscheinlich kein Zufall.
Globale Diplomatie gleicht oft einem komplizierten Tanz.
Verlässt ein bedeutender Staatschef eine wichtige ausländische Hauptstadt, tritt gewöhnlich ein anderer an seine Stelle.
Eine belebte Hauptstadt
Aktuell befindet sich US-Präsident Donald Trump auf einer offiziellen diplomatischen Reise in China. Sobald sein Jet Peking verlässt, bereitet sich ein weiterer bedeutender politischer Rivale auf die Landung vor.
Der Kreml bestätigte am Donnerstag, dass der russische Präsident Wladimir Putin in naher Zukunft nach China reisen wird.
Der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow äußerte sich während einer täglichen Pressekonferenz zum Zeitplan. Laut der Nachrichtenagentur EFE, die sich auf Digi24 beruft, sei die Reise im Wesentlichen abgeschlossen.
„Wir können sagen, dass die Vorbereitungen für den Besuch fast abgeschlossen sind, wir befinden uns in der Endphase. Er wird bald stattfinden“, sagte Peskow Reportern.
Die Bühne bereiten
Hochrangige Beamte haben wochenlang die Details dieses hochrangigen Treffens gesichert.
Der russische Außenminister Sergei Lawrow flog Mitte April nach Peking, um den Zeitplan zu organisieren. Während dieser Reise empfing ihn der chinesische Präsident Xi Jinping persönlich.
Putin und Xi verbindet eine lange berufliche Geschichte. Digi24 berichtete, dass die beiden Männer seit 2013 mehr als vierzig Mal zusammengetroffen seien, wobei ihre letzte persönliche Begegnung im September 2025 stattgefunden habe.
Sie stehen auch regelmäßig telefonisch in Kontakt. Während eines Telefonats im Februar besprachen sie die Spannungen um den Iran und erörterten Wege, um stärkere Beziehungen zu Kuba und Venezuela aufzubauen.
Drängen auf Ölgeschäfte
Dieser bevorstehende Gipfel hat enormes finanzielles Gewicht für Moskau. Die russische Regierung möchte verzweifelt mehr Erdgas und Öl an die asiatischen Märkte verkaufen.
Anfang dieses Monats bemerkte Putin, dass beide Nationen hofften, bei einem Energieabkommen große Fortschritte zu erzielen.
„Ich werde mich sehr freuen, wenn wir dieses Problem während des Besuchs lösen können“, erklärte der russische Staatschef am 9. Mai.
Trotz der derzeitigen heftigen globalen Rivalität würdigte Putin kürzlich die laufenden diplomatischen Gespräche zwischen Peking und Washington. Er nannte die Beziehung zwischen den USA und China „einen Stabilitätsfaktor“.
Quellen: Digi24, EFE, Agerpres