Startseite Welt Trump-Protestler erhält ‚erhebliche‘ Entschädigung vor Gericht

Trump-Protestler erhält ‚erhebliche‘ Entschädigung vor Gericht

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Die genauen Zahlen der endgültigen Einigung bleiben ein streng gehütetes Geheimnis.

Wer mit einem tragbaren Lautsprecher die Straße entlanggeht, erntet normalerweise genervte Blicke von Anwohnern.

Manchmal führt die Wahl des richtigen Liedes zum absolut falschen Zeitpunkt zu weitaus schwerwiegenderen Konsequenzen.

Doch diese Konsequenzen können letztlich zu einem recht angenehmen Zahltag führen.

Eine kostspielige Wiedergabeliste

Ein Einwohner Washingtons hat gerade einen bedeutenden juristischen Sieg gegen die lokalen Behörden errungen. Laut The Irish Star begann alles im letzten Herbst mit einer einfachen Musikauswahl.

Mit einem Lautsprecher bewaffnet, entschloss sich Sam O’Hara, einer Gruppe von Nationalgardisten zu folgen, die während der Präsidentschaft von Donald Trump eingesetzt waren. Er spielte den imposanten „Imperial March“ aus den „Star Wars“-Filmen, um die Truppen zu verspotten.

Die meisten Leute ignorierten den theatralischen Auftritt. Ein Soldat jedoch fühlte sich beleidigt und verständigte die örtliche Polizei. Die Behörden legten O’Hara schließlich Handschellen an.

Unterstützt von der American Civil Liberties Union klagte er wegen der unrechtmäßigen Festnahme. Der Streit endete nun mit einer nicht näher bezifferten, aber erheblichen Entschädigungszahlung.

Schlecht fürs Geschäft

Die Präsenz bewaffneter Truppen auf den Straßen der Stadt war nicht nur ein politisches Problem für die Anwohner. Sie schadete aktiv dem Handel in der gesamten Hauptstadt.

O’Hara arbeitet im Gastgewerbe und bemerkte die unmittelbaren finanziellen Auswirkungen. Gäste blieben einfach den stark militarisierten Zonen fern.

Er teilte seine Frustrationen am Freitag der The Washington Post mit. „Die Nationalgarde vor seinem schönen Restaurant stehen zu haben, ist nicht wirklich attraktiv für Leute, die ins Restaurant kommen“, erklärte er der Zeitung.

Rechte und Wiedergutmachung

Die genauen Zahlen der endgültigen Einigung bleiben ein streng gehütetes Geheimnis. Dennoch machte der Protestler deutlich, dass er mit dem Ergebnis sehr zufrieden war.

„Ich bin froh, dass die Polizei von D.C. ihren Anteil an der Verletzung meiner Rechte anerkennt“, sagte O’Hara der The Washington Post.

Er bestätigte, eine Einigung mit der Stadtverwaltung und vier spezifischen Beamten erzielt zu haben. Das Ergebnis zusammenfassend, bemerkte er: „Ich werde sagen, dass ich zufrieden bin und [die Einigung] bedeutsam und sinnvoll war.“

Laut der Zeitung protestiert O’Hara auch heute noch mit seinem tragbaren Lautsprecher. „Es ist einfach die Vorstellung, dass mich jederzeit jemand daran hindern kann, mein Recht auf Protest auszuüben“, sagte er dem Medium.

Quellen: The Washington Post, The Irish Star